Donnerstagabend kurz nach 18 Uhr bemerkten Bewohner des Bahnhof-Hauptgebäudes beim Nordbahnhof, dass es irgendwie verbrannt riecht. Sie stellten fest, dass sich im Kellergeschoss schon ziemlich viel Rauch gebildet hatte und alarmierten umgehend die Feuerwehr. Diese rückte mit 22 Mann aus, wie Feuerwehrkommandant Thomas Maritz auf Anfrage mitteilt.

Der Brandherd war rasch gefunden: Auf der Gleisseite hatte jemand offenbar eine brennende Zigarette in einen direkt am Haus liegenden Lüftungsschacht geworfen. Da dieser fast bis oben hin mit Müll gefüllt gewesen sei, habe es angefangen zu brennen. Die dahinter liegende Lüftung habe den Rauch dann so richtig schön im ganzen Untergeschoss verteilt, sagt Maritz. Eine Ausbreitung des Brandes auf das Untergeschoss konnte gerade noch verhindert werden.

Der Feuerwehrkommandant erwähnte auch, dass sich die Angestellten des im Erdgeschoss liegenden Migrolino-Shops vorbildlich verhalten hätten: «Sie haben umgehend den Laden verlassen, und als wir ankamen, drückte man uns einen Passepartout in die Hand, mithilfe dessen wir sämtliche Türen im Gebäude öffnen konnten.»

Bahngäste der beiden Schnellzüge um 19 Uhr kamen in den Genuss eines «Gratisspektakels», denn die Feuerwehr Grenchen hatte angesichts der heiklen Lage ein imposantes Arsenal in Stellung gebracht . Nachdem der Brand gelöscht war, wurde der Rauch mittels eines Überdrucklüfters aus dem Haus geblasen.