Spenden für Telethon
Feuerwehr sammelte für guten Zweck

Auf dem Zytplatz wurden den Besuchern zahlreiche Attraktionen geboten: Wie jedes Jahr sammelte die Stützpunktfeuerwehr zusammen mit benachbarten Kollegen für die Aktion «Telethon».

Lea Reimann
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Solothurner Zeitung

Ob eine Stadtrundfahrt mit dem Tanklöschfahrzeug, ein «Höhenflug» mit der Drehleiter, ein Versli für den Samichlaus oder kulinarische Angebote wie Glühwein oder Raclette. Auf dem Zytplatz gab es am Samstag zahlreiche Möglichkeiten, sich für einen guten Zweck einzusetzen. Wie jedes Jahr sammelte die Stützpunktfeuerwehr Grenchen nämlich zusammen mit Nachbarfeuerwehren für die Aktion Telethon.

Der Telethon findet jeweils in der ganzen Schweiz am ersten Samstag im Dezember statt. Es handelt sich dabei um eine Solidaritätsaktion zum Sammeln von Geldern zugunsten von Personen, die an seltenen genetischen Krankheiten leiden. Die Spenden bleiben dabei vollumfänglich in der Schweiz und werden einerseits für die Forschung, andererseits aber auch für die direkte Unterstützung der Kranken und ihrer Familien eingesetzt. «Prinzipiell ist die Feuerwehr ja immer da, um zu helfen», erklärte Michel Dürrenmatt, Verantwortlicher für den Telethon bei der Grenchner Feuerwehr. Deshalb sei der Anlass auch schon seit über 15 Jahren ein Fixpunkt in ihrem Programm.

Gesellschaftlicher Anlass

Auch in gesellschaftlicher Hinsicht sei der Telethon ein wichtiger Anlass, da eng mit befreundeten Feuerwehren zusammengearbeitet werde, so Dürrenmatt. Nebst den Grench-
ner Gastgebern – inklusive der Jugendfeuerwehr – beteiligten sich die Feuerwehren aus Bettlach und Selzach, die Betriebsfeuerwehr der ETA und mit der Feuerwehr Lengnau-Pieterlen-Meinisberg (LePiMe) sogar Kollegen aus dem Kanton Bern am Sammeltag.

Den gesellschaftlichen Aspekt genossen auch die Besucherinnen und Besucher, die zahlreich erschienen und fleissig konsumierten. Glühwein hier, Älplermagronen dort, und besonders beliebt war das Raclette, zubereitet vom Walliser Verein Grenchen. Auch die Kinder kamen nicht zu kurz: Sie konnten sich im 3-D-Rad austoben und bekamen Besuch vom Samichlaus. Es brauchte allerdings Überwindung, das Versli oder Liedli über Mikrofon zum Besten zu geben, um dann mit Süssigkeiten belohnt zu werden.

Mut brauchte auch, wer sich mit der Autodrehleiter in luftige Höhen wagte. Sogar Samichlaus und Schmutzli stiegen gekonnt in den Korb und konnten die Stadt aus 30 Metern Höhe überblicken. «Ihr seht, die Leiter ist vollkommen ungefährlich», erklärte ein Feuerwehrmann und ermunterte die anderen Gäste, gegen einen kleinen Spendenbeitrag ebenfalls einmal einzusteigen. Auf die gesammelten Gelder dürfen die Feuerwehrleute stolz sein. Wie Michel Dürrenmatt gestern bekannt geben konnte, erwirtschafteten die freiwilligen Helfer rund 3500 Franken, die der Aktion Telethon zugutekommen. Zu diesem guten Resultat beigetragen haben nicht nur die Besucherinnen und Besucher, die die Attraktionen der Feuerwehr nutzten, Telethon-Plüschtiere kauften oder Getränke und Speisen konsumierten, sondern auch die vielen Spenden aus dem Kleingewerbe.

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