Grossbrand im solothurnischen Bettlach: Heute früh um zirka 3.30 Uhr brach im Estrich eines Mehrfamilienhauses gleich neben der Firma Mathys Feuer aus. Noch bevor die lodernden Flammen auf die Wohnungen auf dem gleichen Stockwerk übergreifen konnten, alarmierte eine Zeitungsverträgerin die Rettungsdienste. Die Bewohner selbst hatten den Brand offenbar erst gar nicht bemerkt.

Kurze Zeit später waren die Feuerwehr, Polizei und der Rettungsdienst Grenchen vorort. Das Feuer konnte durch rund 50 Angehörige der Ortsfeuerwehr Bettlach und der Stützpunktfeuerwehr Grenchen rasch unter Kontrolle gebracht werden, es konnte allerdings erst nach Stunden endgültig gelöscht werden, immer wieder züngelten kleinere Flammen aus dem Dach. Die Bewohner konnten alle unverletzt evakuiert werden. Sie wurden in einem Café untergebracht, wo sie von Spezialisten der Polizei betreut werden.

Keine Verletzten

Die Gemeinde stellte den Geschädigten Verpflegung zur Verfügung. «Hauptsache, es ist niemandem etwas passiert. Den Leuten geht es den Umständen entsprechend gut», erklärte Gemeindepräsident Hans Kübli, der sich vorort um die Brandopfer kümmert.

Die Brandursache ist laut Bruno Gribi, Mediensprecher der Kantonspolizei Solothurn, noch nicht klar. Der Sachschaden dürfte beträchtlich ausfallen, nicht allein des Feuer- und Rauchschadens wegen. Auch durch das Löschwasser wurden Wohnungen und Haus beschädigt. Der Estrich, in welchem das Feuer ausbrach, ist ein Holzestrich, in dem die Bewohner ihre Sachen deponieren. Die gesamte Schadensumme dürfte laut Angaben der Kantonspolizei mehrere 100000 Franken betragen.

Notunterkunft für die Opfer

Neun Wohnungen umfasst das Haus. Laut einem Anwohner wohnen kaum Familien, sondern Einzelmieter und Pärchen im Haus. Nun gilt es lauf Gemeindepräsident Kübli und der Polizei erst einmal, Geduld zu haben. Die Brandermittlung ist vorort. Ausserdem wird abgeklärt, welche Wohnungen wieder bezugsbereit werden. Bewohner, die nicht zurück ins Haus können, werden von der Gemeinde in Notunterkünften untergebracht werden, erklärt Kübli.