Die SWG saniert im Bereich der Maria Schürer-Strasse die Hauptwasserleitung. Dabei ist es in der Nacht auf Dienstag zu einem folgenschweren «Unfall» gekommen: Wasser drang aus einer Baugrube und in die Keller der benachbarten Häuser. Im am stärksten betroffenen Haus wurde der Keller bis zu 1,8 Meter Höhe geflutet, sämtliche elektronischen Geräte sind kaputt, der Aquariumkeller eines Mieters wurde zerstört, seine Meeresfische sind alle tot. Das Wasserreservoir wenig nördlich der Stelle verlor innert Kürze laut angaben der SWG rund 8000 Kubikmeter.

Wie es zum Wassereinbruch kommen konnte, ist noch nicht abschliessend geklärt. Sicher ist, dass kurz nach 2 Uhr in der Nacht die Feuerwehr alarmiert wurde. Diese schildert, dass sich im Graben eine Muffe der Wasserleitung gelöst hat und die ganze Strasse überschwemmte. Denn eigentlich war die Sanierung schon vor zwei Tagen abgeschlossen, und die SWG hatte eine neue Kunststoffleitung mit der alten Gusseisenleitung zusammengeführt. Doch die Verbindung «riss». Mit mehreren Fahrzeugen und neun Einsatzleuten war die Feuerwehr vor Ort. Allein den Keller des am stärksten betroffenen Hauses auszupumpen, dauerte über eine Stunde, sagt Feuerwehrkommandant Bruno Bider.

Schwachstelle im Netz

Es ist nicht das erste Mal, dass es an der Maria Schürer-Strasse zu Wassereinbrüchen kommt, sagt ein Anwohner. Der Grund ist, dass die Hauptleitung bis vor zwei Tagen stillgelegt war und das Wasser aus dem Reservoir über Nebenleitungen und Provisorien geführt wurde. Grund für die vorübergehende Stilllegung war eine Baustelle der Espace Real Estate. Bei einem Zwischenfall an Ostern kam es bereits zu mehreren Wassereinbrüchen. «So krass wie jetzt war es bisher ab noch nie», sagt der Anwohner weiter.

Bis nun die Sanierung der Hauptwasserleitung doch noch abgeschlossen werden kann, werden sicherlich nochmals ein bis zwei Wochen vergehen, sagt SWG-Direktor Per Just. Die Wasserversorgung der Anwohner sei allerdings gewährleistet.