Gesundheitszentrum

Fertigstellung des Pflegezentrums in Grenchen verzögert sich

Baustelle pur, innen wie aussen: Das ehemalige Spital wird zum Leistungszentrum ausgebaut.

Baustelle pur, innen wie aussen: Das ehemalige Spital wird zum Leistungszentrum ausgebaut.

Auch das Pflegezentrum im «Sunnepark» in Grenchen verzögert sich und wird neu definitiv am 28. Oktober 2013 eröffnet. Die Rekrutierung des künftigen Personals hat bereits begonnen.

Hier ein Hammerschlag, da ein Bohren, dort ein Scheppern - die Umbauarbeiten im ehemaligen Spital kommen voran. Über 50 Firmen führen parallel die verschiedensten Handwerke in 17 Teilprojekten aus, vom Plättliverlegen über die Fassadenerneuerung bis zum technischen Ausbau. Dass die Bauherrin Sunnepark Grenchen AG die Arbeiten vorantreibt, erfordert viel Flexibilität bei Nachbarn, Mietern, Architekt und Bauhandwerkern, da bisherige Dienstleistungen wie etwa psychologische Sprechstunden der Spitäler AG auch während der Umbauphase angeboten werden.

Man ist «auf Kurs»

Doch trotz der Eile geht es nun länger, bis der «Sunnepark» fertig sein wird: Die Eröffnung des Pflegezentrums musste von Mai auf Ende Oktober verschoben werden. «Die Rekrutierung des künftigen Personals hat nun offiziell begonnen», sagt Geschäftsleiter Christoph Künzli. Ausserdem wird im Bildungszentrum die Gesundheitsstiftung OdA nicht im Juni, sondern am 22. Juli ihre Arbeiten aufnehmen. «Auf Kurs» sei man mit dem Rest.

Es sei der Sunnepark AG ein Anliegen, die Öffentlichkeit über die Verzögerungen zu informieren, nachdem man am 15. April die Nachbarn bereits per Brief orientiert hatte. Darin wurde nicht nur die Eröffnung der ersten Pflegeabteilung mit 30 Betten am 28. Oktober in Aussicht gestellt, sondern auch, dass gleichzeitig das neue öffentliche Restaurant im 3. Obergeschoss seine Türen öffnet.

Ausbau in besserem Standard

Primär hätten eigene Planänderungen zur Verzögerung geführt, erklärt Verwaltungsratspräsident Willi Gyger. Man hat sich unter anderem entschlossen, die Gebäude mit einer moderneren und einem Gesundheitszentrum angepassten Lüftung und Wärmedämmung nach Minergie-P-Standard auszubauen. «Das ist mehr, als wir ursprünglich vorgesehen hatten», sagt Gyger. Völlig freiwillig kommt das Umdenken zwar nicht, denn die Technik aus den 80er-Jahren erfordert mehr Änderungen als erwartet.

Gestaltungsplan fehlt weiterhin

Die Pläne für einen Annexbau mit weiteren Pflegebetten wurden inzwischen verworfen. Stattdessen baut man innerhalb des Gebäudes eine weitere Abteilung aus, dort, wo bisher die grosse Spitalküche war. Als Ausgleich wird eine Küche im aussichtsreichen 3. Stock beim geplanten Restaurant erstellt. Damit wird auch ein grösserer, für das Nord- und Südareal gemeinsamer Richtplan hinfällig.

In Sachen neuer Gestaltungsplan ist die Sunnepark dennoch noch nicht viel weiter. «Die ursprüngliche Planung konnte nicht eingehalten werden», sagt Willi Gyger. Es sei aber weiterhin das Ziel, den Gestaltungsplan noch dieses Jahr präsentieren zu können, damit im kommenden Jahr mit dem Rückbau der alten Gebäude und den Neubau der 100 Wohnungen auf dem Nordareal begonnen werden kann. Die Mitwirkung für die Bevölkerung soll demnach noch dieses Jahr beginnen.

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