Ferienpass Grenchen
Feiner Hecht zum Znacht? Ferienpässler werfen die Angel aus

Zusammen mit dem Fischerverein Grenchen-Bettlach konnten Jugendliche ihre Angeln auswerfen und vieles über die Bewohner unserer Gewässer lernen.

Nadine Schmid
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Beim Weiher in Riedholz warfen die Ferienpässler ihre Angeln aus.

Beim Weiher in Riedholz warfen die Ferienpässler ihre Angeln aus.

Nadine Schmid

Wie bereitet sich ein Fischer zum Angeln vor? Was für Köder werden verwendet? Und was für Tricks sind nützlich, um mit einem besonders vollen Eimer mit Fischen nach Hause zurückzukehren? Nach dem Ferienpass-Kurs, den der Fischerverein Grenchen-Bettlach anbot, konnten die sechs Zwölfjährigen solche Fragen beantworten und erzählten gewiss begeistert zu Hause von diesem Angelvormittag, denn die Stimmung war ausgelassen und die Jugendlichen konzentriert bei der Sache.

Treffpunkt war an der Aare beim Fischerhaus an der Archstrasse, wo die Kinder erste Einblicke erhielten. Danach ging es nach Riedholz zum Weiher. «In der Aare ist es weitaus schwieriger, Fische zu fangen», erklärte Vereinspräsident Daniel Wälchli den Entscheid, das Angelerlebnis in Riedholz statt in Grenchen durchzuführen. «Jeder Teilnehmende soll die Möglichkeit erhalten, einen Fisch mit nach Hause nehmen zu können.»

Was man da noch nicht wusste: Die Friedfische «Rotfäderli» waren allem Anschein nach wegen der Kälte bereits in ihre winterliche Starre gefallen. In diesem Zustand bewegen sie sich kaum und verzichten auch auf Futter. «Dann bringen die Köder nichts, sie beissen nicht mehr an», folgerte Wälchli, der zusammen mit zwei Vorstandsmitgliedern und seinem Bruder die Jugendlichen betreute und instruierte.

Wer bekommt die Hechte?

Enttäuschung war dennoch nicht zu spüren, denn für die Jugendlichen, die so begeistert waren, dass sie eventuell Vereinsmitglied werden möchten, gab es viel zu lernen, so auch welche Fische in der Aare leben. Mit grossen Augen und Spannung schauten sie zudem zu, wie die zwei von Betreuern gefangenen Hechte ausgenommen wurden. Hechte gehören zu den Raubfischen. «Wenn man nach Raubfischen sucht, so wird man ziemlich viel zu tun haben», so Wälchli.

Von Gemütlichkeit könne dann nicht wirklich die Rede sein, auf der Jagd nach dem Raubfisch ist man immer in Bewegung, wirft die Angel ein und aus und ein und aus. Zum Schluss wurde es noch einmal spannend: Per «Stöckli zieh», wurde entschieden welche zwei Glückspilze und angehenden Jungfischer die Hechte mit nach Hause nehmen und ihre Familien mit einem feinen «Znacht» überraschen konnten.