Auszeichnung
Feierliche Übergabe der Grenchner Kulturpreise

Alfred Fasnacht wurde am Mittwoch mit dem Kulturpreis der Stadt Grenchen ausgezeichnet. Einen Anerkennungspreis erhielt Therese Frei und ihre Jabahe-Band, den Nachwuchspreis der junge Schauspieler Tom Muster.

Andreas Toggweiler
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Aufgeräumte Stimmung an der Kulturpreisübergabe 2015 in Grenchen
13 Bilder
Übergabe des Kulturpreises
Therese Frei, Giova Esposito und Freis Tochter Jana nahmen den Preis im Namen der Jabahe-Band entgegen
Susanne Schaller hält die Laudatio für Tom Muster
Tom Muster als Adolf Gschwind...
und als zorniger Wolf
Laudator André Weyermann
Therese Frei bedankt sich
Small Talk
Kulturkommissionspräsident Jean-Pierre Thomsen führte durch den Abend
Jabahe-Band am musizieren
Blick ins Publikum
von links: Toni Bieli, Heinz Westreicher, Hanspeter Crivelli und Alfred Fasnacht

Aufgeräumte Stimmung an der Kulturpreisübergabe 2015 in Grenchen

Oliver Menge

Er ist nur gerade 16-jährig und ist auf den Brettern, die die Welt bedeuten schon zuhause. Schon als Sechsjähriger habe er den Wunsch gehabt, Schauspieler zu werden, sagte Susanne Schaller von der Kulturkommission anlässlich der Preisübergabe im Sonderpädagogischen Zentrum Bachtelen.

Mit sieben Jahren ist Tom Muster ins Kindertheater Blitz von Iris Minder eingetreten. Dort hat er während neun Jahren in vielen kleineren und grösseren Rollen gespielt. seit 2009 ist er auch regelmässig bei den Freilichtspielen engagiert. "Tom zeigte nicht nur grosses Talent im Spiel, im Verkörpern von Rollen, sondern zeichnete sich durch ernsthafte Auseinandersetzung mit einer Figur aus", sagte Schaller weiter. Dabei sei er ein Teamplayer, dem Starallüren fremd seien.

Bemerkenswert waren seine Auftritte als Uhrmacher Adolf Gschwind in den Szenischen Führungen durch das Kulturhistorische Museum. Muster schlüpfte denn auch kurz in diese Rolle und gab eine kleine Kostprobe seines Könnens. Als Teaser für das kommenden Freilichtspiel mimte er sodann einen zornigen jungen Mann ("Der Wolf").

Zuerst Geld verdienen

Muster bedankte sich insbesonder bei Theaterfrau Iris Minder. "Ihr verdanke ich vieles. Sie hat mich gefördert und unterstützt." Auch seine Familie und Freunde hätten stets an ihn geglaubt. Gegenüber dem azGrenchner Tagblatt legte der talentierte Mittelschüler auch seine Zukunftspläne offen. "Ich möchte nach der Kanti an die Pädagogische Hochschule und zuerst als Lehrer arbeiten, damit ich mir später das Schauspielstudium leisten kann."

Der Kulturpreis der Stadt Grenchen, der Hauptpreis des Abends, wurde an Fred Fasnacht verliehen, der von 2006 bis 2013 Präsident der Stiftung Museum war und in dieser Funktion das Museum auf heutige Bedürfnisse trimmte. Stadtpräsident François Scheidegger erwähnte in seiner Laudatio zahlreiche weitere Engagements so Fasnachts gegenwärtige Arbeit für eine neue Stadtgeschichte.

Fasnacht nahm die Ehrung mit Freude entgegen und stellte die Publikation der Stadtgeschichte in zwei Jahren in Ausssicht.

Einen Anerkennungspreis konnte sodann Therese Frei und ihre Musikgruppe Jabahe entgegennehmen. Die Formation, in der Frauen mit einer "kognitiven Beeinträchtigung" mitspielen, hat sich durch ihre Auftritte nicht nur in der Region einen Namen gemacht. Sie hätten einen eigenständigen Stil entwickelt, meinte Laudator André Weyermann.