Es herrscht beschaulicher bis reger Betrieb bei unserem Augenschein am Samstagnachmittag. Pétanque-Spieler üben sich im Zielwurf, Kinder lotsen die Elastizität der Hüpfburg aus, aus dem Tombola-Raum werden fleissig Preise gereicht, beim Grill duftet es verführerisch.

Vereinspräsident Rolf Vogt zeigt sich zufrieden: «Über Mittag war der Andrang gross, auch der Risotto aus der Dorfbach-Chuchi fand reissenden Absatz.» Diesmal sei das Fest besonders wichtig: «Nach dem unsäglichen Dok-Film sind wir ins Gerede geraten. Jetzt können wir uns der Bevölkerung präsentieren, wie wir wirklich sind, als weltoffener Verein, der auch soziale Aufgaben wahrnimmt.»

Einige Szenen im Dok-Film über Grenchen spielten auch im Schrebergarten.

Einige Szenen im Dok-Film über Grenchen spielten auch im Schrebergarten.

Selbstverständlich habe man das Ganze inzwischen intern aufgearbeitet. Der Verein zählt 172 Mitglieder, die sich die 92 Parzellen teilen. «Es sind viele junge Familien, die mit der Gartenlaube einen Ausgleich suchen zu ihrer Block-Wohnung» erklärt Rolf Vogt. «Dazu gesellen sich etliche Familien ausländischer Herkunft. Viele aus Balkan-Ländern, die sich bestens ins Vereinsleben integriert haben», erklärt er weiter.

Letztes Jahr hat man das Gartenfest erstmals wiederbelebt. Diesmal zeichnete Henri Parquet mit über 40 Helfenden für den reibungslosen Ablauf verantwortlich: «Wir wollen das Gartenfest zur Tradition werden lassen, sehr wahrscheinlich wird es in Zukunft alle zwei Jahre stattfinden. Ziel ist es, dass immer wieder andere Vereinsmitglieder das Fest organisieren.»

Langsam wird es Abend. Entertainer «Andi» zieht mit seinem österreichischen Sound viele Besucher an. Der Grill glüht wieder, der Risotto wird begehrt, der Gerstensaft und andere Tranksame fliessen zügig und die Mithelfenden haben alle Hände voll zu tun. Es ist ein wahrlich gelungenes, friedliches Fest, das auch Raum zu Begegnungen bietet.