Weihnachtsfenster
Familie Scheidegger lud zu Glühwein und Most

Das Adventsfenster des 23. Dezember gehörte dem Grenchner Stadtpräsidenten François Scheidegger und seiner Frau Veronika. Für die Gäste gabs Glühwein, Süssmost und Kuchen.

Oliver Menge
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Gemütlicher Schwatz: Stadtpräsident François Scheidegger unter Freunden und Nachbarn vor dem Weihnachtsfenster.

Gemütlicher Schwatz: Stadtpräsident François Scheidegger unter Freunden und Nachbarn vor dem Weihnachtsfenster.

Oliver Menge

Um es gleich vorweg zu nehmen: Politisiert wurde am Vorabend des Heiligabends bei Scheideggers nicht. Oder nur am Rande. «Es gibt eine Zeit zum Politisieren und eine Zeit... zum eben nicht Politisieren», meinte Gastgeber François Scheidegger, der zusammen mit seiner Frau Veronika zum Umtrunk eingeladen hatte.

Weihnachtsfenster haben bei Scheideggers Tradition: «Vor acht Jahren haben wir das erste Mal bei der Aktion mitgemacht», sagte der neue Stadtpräsident von Grenchen. Danach habe die Familie Scheidegger ein paar Jahre lang jedes Jahr ein Weihnachtsfenster gestaltet und sich mit ihren Nachbarn abgewechselt.

Über 30 Personen waren der Einladung Scheideggers gefolgt und gesellten sich auf die Terrasse der Familie. Glühwein und Süssmost aus eigenen Äpfeln, Schoggikuchen und kleine Naschereien wurden angeboten. Kerzen, Weihnachtssterne und -lichter illuminierten die Szene.

In einer Ecke brannten in einer Feuerschale ein paar Holzscheite. «Wann tust Du die Koteletts aufs Feuer?», fragte eine Frau den Stapi lachend, worauf dieser meinte, das sei durchaus machbar, wenn sie tatsächlich so Hunger habe.

Menschen aus der Nachbarschaft

«Wir haben unsere Nachbarn und die Leute vom Bachtelenrain eingeladen, wie jedes Jahr», sagte Scheidegger. Dazu die Familien einiger Schulkolleginnen und Kollegen der Kinder. Es kamen auch treue Anhänger aus den Zeiten, als Scheideggers noch in Bellach wohnten. Man diskutierte, erzählte vom Weihnachtsstress, vom abverheiten Sonntagsverkauf in Grenchen, von geplanten Winterferien oder von Ereignissen im Bekanntenkreis. Die Kinder nutzten derweil die Gelegenheit, rund ums Haus Wettrennen zu veranstalten und so etwas Energie abzulassen.

Apropos Ferien: Die haben Scheideggers auch: Der neue Stadtpräsident tritt sein Amt erst am 6. Januar an. «Die paar Tage Erholung werden mir guttun», meinte er. Denn die letzte Zeit sei doch sehr anstrengend gewesen. Wegfahren wollen sie in diesem Jahr nicht, wie sie das für gewöhnlich täten. «Ich habe heute noch gearbeitet und werde auch morgen noch ins Büro fahren – das in Solothurn beim Amtsgericht.»

Denn noch ist Scheidegger Amtsgerichtspräsident. Aber er hoffe doch, dass es nicht noch zu irgendwelchen juristischen Zwischenfällen komme, bei denen er zum Einsatz kommen müsse, denn im Grunde sei er jetzt nur noch damit beschäftigt, sein Büro aufzuräumen. «Danach will ich einfach ein paar Tage mit meiner Familie geniessen, ausspannen und ausschlafen.»

Der neue Job im Hotel de Ville sei schon ziemlich voll befrachtet mit Terminen. «Bis jetzt habe ich mit mehreren Agenden gearbeitet, am ersten Arbeitstag werde ich wohl etwas Moderneres – ein Smartphone – erhalten, um die Dinge im Griff zu haben», meinte Scheidegger schmunzelnd und begrüsste die nächsten Gäste mit einem Becher Glühwein..

Übrigens: von den «politischen» Freunden oder Begleitern im Wahlkampf Scheideggers fehlte jede Spur. Denn wie gesagt: «Es gibt eine Zeit zum Politisieren und eine Zeit... zum eben nicht Politisieren.»