Bettlach

Falsches Dokument über Stromabschaltung brachte Ärger

Ein Dokument mit falschen Angaben zur Stromabschaltung in Bettlach führte zu Verwirrung und Ärger. (Symbolbild)

Ein Dokument mit falschen Angaben zur Stromabschaltung in Bettlach führte zu Verwirrung und Ärger. (Symbolbild)

Im Grenchner Tagblatt wurde über die Stromabschaltung in Bettlach informiert - mit falschen Angaben. Diese waren der Bettlacher Homepage entnommen worden. Fachmann Daniel von Burg wurde deshalb mehrfach von verärgerten Anwohnern kontaktiert.

In der Samstagsausgabe des az Grenchner Tagblatts wurde auf eine bevorstehende Stromabschaltung in Bettlach hingewiesen, die Informationen dazu stammten von der Homepage der Gemeinde. Dort lag ein Dokument zum Download bereit, in dem die Zeiten und der örtliche Umfang des Gebiets des Stromausfalls beschrieben waren. Dazu einige Verhaltenshinweise, was bei der Stromabschaltung zu beachten sei. Auch der Name und die Telefonnummer eines Mitarbeiters der ausführenden Firma, der für eventuelle Fragen zuständig sei, waren im Dokument erwähnt. Der Signatur gemäss handelte es sich um ein Dokument einer mit ausführenden Arbeiten betrauten Firma, auf dessen Informationen sich die Redaktion als Dienstleistung für die Leser abstützte.

An und für sich keine grosse Sache. Nur: Der erwähnte Fachmann, Daniel von Burg, erhielt im Laufe des vergangenen Wochenendes rund 70 Telefonanrufe, zum Teil mitten in der Nacht. Er erhielt auch einige geradezu bösartige Mails. Kein Wunder, geriet von Burg ziemlich in Rage und hat sich in der Folge bei der Redaktion beschwert. Denn das betroffene Gebiet war wesentlich kleiner als auf dem Dokument angegeben, die Anzahl betroffener Liegenschaften entsprach in keinster Weise der Zahl, die man mit einem Blick auf die Karte Bettlachs in den angegebenen Begrenzungen «Bitzartweg, Giglerbach, Solothurnstrasse und Freiheitsstrasse» erwarten würde. «Bei der Stromabschaltung am Montagmorgen waren nur wenige Liegenschaften betroffen. Wir hatten vorgängig mit allen Betroffenen Kontakt und sie über die Arbeiten informiert», so von Burg gegenüber dem az Grenchner Tagblatt.

Pia Daumüller von der AEK schrieb bereits am Montag in einem Onlinekommentar zum fraglichen Artikel: «Heute Morgen um 4.30 Uhr waren die elf von der Abschaltung betroffenen Liegenschaften wieder mit Strom versorgt. Von der Abschaltung am Dienstagabend werden nur noch vier Liegenschaften betroffen sein und nur bei einer handelt es sich um eine Privatliegenschaft. Die drei anderen sind Geschäftshäuser, wo abends um 20 Uhr nicht mehr gearbeitet wird. Die Stromabschaltung wurde mit den betroffenen Personen besprochen und sie haben sich einverstanden erklärt.» Der Ärger Daniel von Burgs ist durchaus verständlich und nachvollziehbar. Wer und wo die offensichtlich ungenauen Angaben gemacht wurden, bleibt offen - das fragliche Dokument, (das der Redaktion vorliegt), wurde inzwischen von der Homepage entfernt. (rrg)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1