Ein soeben veröffentlichter Regierungsratsbeschluss sorgt für Stirnrunzeln. Die Regierung hat beschlossen, dem Verein Velodrome Suisse nochmals 2000 Fr. an das Defizit des Radsport-Anlasses Track Cycling Challenge vom 28./29. August auszurichten. Der Fehlbetrag wegen mangelnden Publikumszuspruchs betrage nämlich 135 871 Franken. Ein so happiges Defizit an nur einem Anlass wirft Fragen auf. Peter Wirz, Vizepräsident des verantwortlichen Vereins und Geschäftsführer des Velodromes, erklärt dazu: «Das Ganze ist ein Fehler beim Abfassen der Vorlage.» Der Fehler sei beim Lotteriefonds passiert und offenbar auch bald bemerkt worden. «Wir haben bereits eine Entschuldigung erhalten», so Peter Wirz. Er räumt zwar ein, dass der Anlass mit einem Defizit abgeschlossen worden sei. «Dieses ist aber weniger als halb so gross wie die publizierte Zahl», betont er. Weil es die erste Ausgabe des Anlasses war, habe man mit einem Fehlbetrag rechnen müssen.

Man habe bereits vor dem Anlass einen Beitrag von 2000 Fr. vom Lotteriefonds erhalten, was Wirz angesichts der Grösse der Veranstaltung als «eher wenig» bezeichnet. Man habe sich deshalb erlaubt, nach dem Rennwochenende nochmals anzuklopfen.

Beim Lotteriefonds bestätigt man diese Darstellung. Der Fehler sei beim Verfassen der Vorlage passiert und man bedaure dies. Richtiggestellt werde die Unterlage aber nicht, da dies nicht verlangt worden sei und der wesentliche Entscheid, der Zuspruch von nochmals 2000 Fr., ja korrekt festgehalten worden sei. Der Betrag werde freigegeben, sobald die Schlussabrechnung des Anlasses vorliege.

Der Sportfonds wird auch 50 000 Fr. an die Durchführung der Bahn-EM im Velodrome ausrichten, wie vor Wochenfrist bekannt wurde. Schon die Stadt Grenchen hatte einen Beitrag von 100 000 Fr. gesprochen. Die Bahn-EM wird nicht vom Verein Velodrome Suisse, sondern vom Radsportverband Swiss Cycling durchgeführt.