Grenchen

Fairer Handel wird in diesem Laden ehrenamtlich umgesetzt

Ein Teil des Teams von links: Elsbeth Schild, Monika Glaus, Christine Bögli, Margreth Grossmann und Louise Culmone.

Ein Teil des Teams von links: Elsbeth Schild, Monika Glaus, Christine Bögli, Margreth Grossmann und Louise Culmone.

Der Verein und Weltladen Claro in Grenchen feiert im März sein 30-Jahr-Jubiläum.

Das Ziel des Vereins und des Unternehmens ist die Förderung des fairen Handels durch den Verkauf von Produkten, die zu fairen Bedingungen hergestellt werden. Zu Beginn wurde der lokale Markt und Suppentage besucht. Im Laufe der 30 Jahre hat sich der Betrieb zu einem Detailhandelsgeschäft entwickelt. Seit 13 Jahren befindet sich das «claro» an der Rainstrasse 20, wo ein neues Erscheinungsbild umgesetzt wurde im grosszügigen Ladenlokal.

Das Fachgeschäft versteht sich als Handelspartner von Kleinbauern und kleinen Produzentengruppen aus dem Weltsüden und Randregionen Europas. Daneben finden sich aber auch nachhaltig produzierte Waren aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland im Sortiment. Grossen Wert wird überdies auf die Zusammenarbeit mit Institutionen für Menschen mit eingeschränkten Arbeitsmöglichkeiten gelegt. Von der «rodania» findet sich ein vielfältiges Angebot im Verkaufsladen, die Stiftung Weizenkorn ist mit Holzspielsachen und Kerzen vertreten und die Stiftung Terra Vecchia mit Glaswaren (Recycling). Im Moment zählt der Verein 9 aktive Frauen, die den Laden ehrenamtlich betreuen. Bei unserem Augenschein treffen wir auf Louise Culmone und Christine Bögli. Beide waren in verschiedenen sozialen Einrichtungen karikativ tätig, die inzwischen zumeist aufgelöst wurden. Die Philosophie von claro hat beide überzeugt. «Deshalb engagieren wir uns gerne in diesem Projekt», erklären die beiden.

Das Angebot umfasst Waren aus den Branchen Lebensmittel, Kunsthandwerk, Mode-Accessoires, Naturkosmetik und ökologischen Wasch - und Reinigungsprodukten. Etwa die Hälfte der Waren bezieht man über das «Mutterhaus» claro faire trade AG. Beim anderen Teil zeigen sich die Frauen flexibel und innovativ. «Wir suchen immer wieder Neues, Nischenprodukte, die zu uns passen wie Regenschirme oder die bekannten lederfreien Picard-Handtaschen», wird betont. Beendet hat man bereits vor Jahren die Zusammenarbeit mit «Max Havelaar und «Utz», weil deren Produkte die strengen Anforderungen an die Label «Bio» und «Fair Trade» nicht mehr erfüllen. Daher ist der claro Weltladen seither dem Label «WITH LOVE & CARE» verpflichtet.

Der schmucke Laden zieht eine zahlenmässig beträchtliche Stammkundschaft an. Daneben freuen sich die Damen aber auch, dass es gelungen ist, viele Auswärtige (insbesondere Solothurn und Biel) an die Rainstrasse zu locken. Immerhin 40 Prozent machen diese aus.

Entsprechend wichtig ist den beiden das Erscheinungsbild des Ladenlokals: »Wir bemühen uns, die Schaufenster attraktiv und abwechslungsreich zu gestalten.» Mit Erfolg, wie beigefügt werden darf, denn mit ihren Anstrengungen haben sie schon verschiedentlich Preise und Auszeichnungen einheimsen dürfen. Der Weltladen ist ebenfalls Mitglied des Gewerbeverbandes.

Allerdings machen auch dem «claro» die veränderten Einkaufsgewohnheiten der Kunden zu schaffen. «Wir sind bestrebt, unseren Laden trotz Umsatzeinbussen aufrecht zu erhalten. Als Einheimische liegt es uns am Herzen, den Grenchnern etwas Spezielles zu bieten», erklärt Christine Bögli.

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