Die Bahnen der Grenchner Minigolf-Anlage sind zwar in einem guten Zustand, nicht jedoch der Eingangsbereich und Teile des Restaurants. Auch ist der Eingang der Anlage buchstäblich hinter dem Parktheater versteckt und für ortsunkundige schwierig zu finden.

Dies veranlasste die CVP-Fraktion in einem Postulat eine «Aufwertung der Minigolfanlage» zu fordern. Grenchen habe zwar ein gutes Angebot an Sportanlagen, Familien und ältere Personen kämen aber zu kurz. Gerade für weniger aktive Sportler sei Minigolf aber ideal. Auch müsse die Vermarktung der Anlage verbessert werden, so Marco Crivelli für die CVP.

Zweitälteste Anlage der Schweiz

Stadtbaumeister Daniel Gäumann erklärte, dass es sich bei der 1955 gebauten Anlage um die Zweitälteste der Schweiz handle. «Da Grenchen ohnehin die Nachkriegs-Bausubstanz speziell erhalten will, besteht für diese Anlage durchaus Potenzial», so Gäumann, der Bereitschaft signalisierte, das Postulat entgegenzunehmen.

Auch die anderen Fraktionen stellten sich hinter das CVP-Postulat. Zum guten Sport- und Freizeitangebot der Stadt gehöre auch ein regelmässiger Unterhalt der Anlagen, meinte SP-Sprecherin Angela Kummer. Sie regte aber an, die Minigolfanlage nicht isoliert zu betrachten. «Die Aufwertung der Anlage macht unserer Ansicht nach nur Sinn, wenn man die ganze Umgebung rund ums Parktheater miteinbezieht. Da ist zu klären, welche Rolle die Minigolfanlage und das Verpflegungsangebot des Beizlis im neuen Konzept der Parktheater-Betreiber einnehmen und auch wie die Parkplatzsituation gelöst wird.»

Einzubeziehen sei die östlich gelegene Eternitbahn und die bisherige Brache. «Bei einer kürzlichen Befragung der Jugendlichen im Rahmen des Projekts ‹Kinderfreundliche Gemeinde› wurde diese Brache auch als Ort für einen Gemeinschaftsplatz vorgeschlagen», so Kummer. Das CVP-Postulat wurde einstimmig überwiesen.