Stadtbummel

F1 am Gräncheberg

Das wunderbare Naherholungsgebiet auf dem Gräncheberg.

Das wunderbare Naherholungsgebiet auf dem Gräncheberg.

Mit den Grenchenbergen verfügen wir über ein wunderbares Naherholungsgebiet. Die ganze Bergkette «thront» geradezu majestätisch über Grenchen. Dieses Jahr lagen schon im November über 30 Zentimeter Schnee! Manch ein Tourismusdirektor ist wahrscheinlich vor Neid erblasst. Ich habe den letzten Sonntag genutzt, um den wunderschönen Herbsttag in vollen Zügen auf dem Berg zu geniessen.

Grund genug für mich, mir die zahlreichen Besucher etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Die spontan entstandene «Marktanalyse» – ich gebe zu, sie ist nicht nur wegen der Spontaneität – akademisch eher schwach abgestützt. Aber was solls. Meinen heutigen Stadtbummel werde ich ja nicht als Dissertation einreichen. Oder vielleicht doch? Für die schon wieder geschlossene Privatuniversität des designierten US-Präsidenten Donald Trump würde es vielleicht reichen ...

Was habe ich herausgefunden? Erstens war ich erstaunt, wie viel motorisierte Touristen aus der ganzen Schweiz den Weg auf unsere Berge unter die Räder nahmen. Waadtländer, Freiburger, Jurassier, Appenzell-Innerrhödler, Baselstädter, Aargauer, Berner, Zuger und sogar ein Tessiner. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Zweitens fiel mir auf, dass es auch einen internationalen Markt geben muss. Der deutsche Markt scheint schon sehr gut erschlossen. Mit klarem Abstand folgten motorisierte Gäste aus Frankreich, Belgien, Italien und sogar Ungarn und Polen.

Drittens ist mir aufgefallen, dass diese Gästegruppe eher am späteren Vormittag anreiste, während die Einheimischen sich zu der Zeit schon wieder auf den Heimweg machten. Die Einheimischen bevorzugen also den Brunch, die Gäste eher den Mittagslunch. Schlussfolgerung: Das internationale Marktsegment verfügt über mehr Kaufkraft.

Ein Segment ist aber noch nicht erschlossen, trotz grossem Einnahmenpotenzial – die «Ordnungsbussen». Weil ich ja dem ersten Segment angehöre, fuhr ich schon kurz vor Mittag wieder talwärts, kreuzte also die nationalen und internationalen Marktteilnehmer. Da liegt ein riesiges Potenzial brach! Diese Segmente rasten den Berg hoch, als würden sie ein Formel-1-Rennen bestreiten. Die Verkehrstafel «Tempo 40» liest sich international doch gleich. Streifkollisionen werden weltweit auch gleich geahndet.

Sollte es beim Budget der Stadtpolizei einnahmemässig mal knapp werden, könnte man es doch mal an einem Sonntag etwas «blitzen» lassen. Das Budget wäre «blitzartig» wieder im Lot.

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