Wahlkampf in Grenchen
Ex-Stapi-Kandidat Daniel Flury will Banga wählen

«Kein Wechsel um jeden Preis», findet der parteilose Daniel Flury. Der ehemalige Kandidat fürs Grenchner Stadtpräsidium will Boris Banga unterstützen.

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Daniel Flury wird Boris Banga wählen.

Daniel Flury wird Boris Banga wählen.

zvg/om

«Da auch für Parteilose Nichtwählen keine Option ist, werde ich am 22. September 2013 an die Urne gehen und eine Stimme für den nächsten Stadtpräsidenten abgeben. Auf dem Wahlzettel wird der Name Boris Banga stehen.» Diese Erklärung gibt Daniel Flury am Montag per Mitteilung ab.

Man wisse nicht, wohin eine multibürgerliche Politik führen werde. «Vergrabene Schweinsköpfe, ein plattgewalztes Lingeriz, ein Reichenghetto mit Alpenblick oder ein Kindergarten in Gewaltsmarschdistanz sind tatsächliche oder mögliche Szenarien, mit denen ich mich nicht anfreunden kann», so Flury. Auch der Stil des bürgerlichen Wahlkampfs verheisse nichts Gutes, meint er weiter.

«Es wird allen Ernstes diskutiert, Dienstleistungen und Produkte von Unternehmern, die sich für Banga aussprechen, zu boykottieren. Nennt man das in Grenchen neuerdings oder künftig Meinungsfreiheit?»

In Anbetracht der Mehrheit der bürgerlichen Parteien im Gemeinderat sei er der Meinung, dass es «auf dem Sessel des Stadtpräsidenten ein SP-Gegengewicht» brauche.

Daniel Flury war im 1. Wahlgang chancenlos geblieben. Er hatte 231 Stimmen geholt und damit vor Philipp Uebeländer den zweitletzten Platz gemacht. Der Parteilose verzichtete auf einen zweiten Wahlgang. Im Wahlkampf selbst machte er mit dem Wahlwerbespruch «Mehr Schwein für Grenchen» von sich reden. (ldu)