Besonders beliebt waren beim diesjährigen Ferienpass mit dem Kochen, Backen, Polizei-, Tierarzt- und Ponyhofbesuch wieder das Altbewährte. Auch der erstmals durchgeführte Zauberkurs wies sehr lange Wartelisten auf.

Auffallend war, dass die bisher gutbesuchten Bastel- und Tanzkurse auf wenig Interesse stiessen. Von allen Angeboten konnten 146 stattfinden, 31 mussten abgesagt werden, erklärt Beatrice Schürch, die Ferienpassverantwortliche vom Netzwerk Grenchen.

Wenn möglich wieder günstiger

Fürs Folgejahr möchte man das Sponsoring wieder vergrössern mit dem Ziel, das Kursgeld auf den früheren Betrag von fünfzehn Franken herunterschrauben zu können. Gesamthaft haben 402 Kinder teilgenommen, rund hundert weniger als letztes Jahr.

«Ich habe mehrere Ferienpässe besucht und mit Eltern gesprochen; wegen des Aufpreises gab es unterschiedliche Reaktionen», erklärte Schürch. «Von manchen hörte ich, dass sie sich den Ferienpass unter diesen Umständen nicht mehr leisten könnten.»

Einen möglichen, zusätzlichen Grund für die geringere Anmeldezahl sieht Schürch in der späten Verteilung der Flyer an manchen Schulen. «Im Gespräch mit Eltern wurde darauf hingewiesen.»

Dadurch konnte in Erfahrung gebracht werden, dass die Flyer mehr als Erinnerungshilfen genutzt werden als das Onlineportal. Die betreffenden Schulen aber negierten auf Schürchs Nachfrage diese Aussage und sagten aus, alles wie gehabt angegangen zu sein.

Keine grösseren Probleme

«Die Durchführung des Ferienpasses ist eigentlich sehr gut verlaufen», äusserte sich Schürch weiter. Es hätte keine grösseren Probleme gegeben. Einmal hätte aber ein Hauswart vor der Turnhalle gewartet, da er über eine Kursabsage nicht in Kenntnis gesetzt worden war.

Ärgerlich sei, dass Kinder öfters unentschuldigt nicht erschienen seien oder sehr knapp von Eltern abgemeldet wurden. «Mir wurde ausserdem gemeldet, dass sich gewisse Kinder sehr frech benommen und sich nicht an Regeln gehalten hätten», berichtete Schürch leicht enttäuscht.

Ebenfalls hatten fünfzehn Teilnehmende keinen Pass, was unbemerkt blieb, da gewisse Veranstalter zu wenig gut kontrollierten. Dieses Problem will Schürch im Folgejahr beheben und ist dabei, hierfür ein Konzept auszuarbeiten.

Allen eine Chance bieten

Kurse, die inzwischen mehrmals infolge auf wenig Interesse stiessen, werden reduziert oder ganz gestrichen. Die entfernten Kursorte sollen wieder nach Grenchen gebracht werden, darunter der Tanzkurs. Die beliebten Angebote will man ausbauen und hierfür mehr Anbieter suchen.

Für die Kinder, die wegen der Warteliste in diesem Jahr auf Kurse verzichten mussten, hat sich Schürch mehrere Listen mit den diesjährigen Teilnehmenden und den Wartelisten ausgedruckt.

«Natürlich können alle mitmachen, solange es in einem Kurs Platz hat, aber sollte dem nicht so sein, werden diese im nächsten Jahr bevorzugt, die noch keine Chance dazu hatten, das Angebot auszuprobieren.»