Rock the Drome Grenchen
«Es ist schön, dass wieder etwas in der Region läuft»

Beim ersten Rockkonzert im Grenchner Velodrome «Rock the Drome» wollte man vier weniger bekannten Schweizer Bands eine Plattform bieten. Sie liessen es krachen und das Publikum hörte aufmerksam zu.

Nadine Schmid
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Noch hat der Anlass «Rock the Drome» Potenzial beim Publikum. Die Organisatoren wollen trotzdem weitermachen

Noch hat der Anlass «Rock the Drome» Potenzial beim Publikum. Die Organisatoren wollen trotzdem weitermachen

Hansjörg Sahli

Wer am Anlass teilnahm, konnte das neue Kleid sehen, das man der Radrennbahn für das Konzert angelegt hatte, auch um die Akustik zu verbessern. Schwarze Vorhänge steckten den Teil der Bahn ab, in dem das Konzert stattfand. Bei den Besuchern, unter denen es nur wenige Jugendliche befanden, stiess man überwiegend auf positive Stimmen.

So beispielsweise erklang erfreuliches Echo darüber, dass kleinere Bands auftraten. Die meisten Gäste standen gemütlich bei Getränk und Verpflegung an den Tischen oder der Bar und hörten den Darbietungen aufmerksam zu, ab und zu wurde auch ein Tanzbein geschwungen. Eine Frau, die immer wieder als Radrennfahrerin im Velodrome anzutreffen ist, war begeistert: «Es ist schön, dass das Velodrome für so viel Verschiedenes genutzt werden kann, man sollte solche Anlässe vermehrt durchführen.» Auch, dass das Konzert ausserhalb der Wohnzone stattfand und von aussen nicht hörbar war, sei ein Plus: «Niemand wird gestört.» Geht man weiter zu einem Tisch nahe der Bühne trifft man auf einen Vater, der mit seiner Tochter aus Hägendorf hergekommen ist. «Die Musik ist ganz gut, die Akustik ist gelungen und die Lautstärke angenehm», beschreibt er. Die Tochter fügt an: «Und es gefällt, dass wieder etwas in der Region läuft. Ich unterstütze regionale Anlässe.»

Weniger Besucher als erwartet

Rund 150 Personen nahmen am Anlass teil, der von 19 Uhr bis nach Mitternacht dauerte. «Es kamen weniger Besucher als erwartet», äussert sich Kilian Krähenbühl, der Organisator des Anlasses und Mitglied der Band Local Council. Trotzdem sei man zufrieden. «Es war das erste Mal, dass der Anlass durchgeführt wurde und es war ein gutes Publikum». Es würde auch in der Zukunft weitere solche Anlässe im Velodrome geben.

Für Stimmung gesorgt

Für Stimmung haben die Bands, die etliche Covers aber auch eigene Stücke spielten, zweifellos gesorgt. Lichteffekte und Tontechnik waren grandios umgesetzt. Als Auftakt trat das Duo Pillar of Salt (Biel) auf die Bühne, das sich Goth, Metal und Rock verschrieben hat. Die Band Local Council (Berner Oberland) führte groovige Rock- und Pop-Stücke auf, die den Raum mit kräftigen Klängen füllte und auch gesanglich überzeugen konnte. Luxram Society, aus Schwyz kam in ihren roten Hosen, den rotweiss gestreiften Hemden und den Jacketts mit dem Sternenmuster im American Look daher. Ganz in diesem Sinne gaben sie dem Publikum, das sie einbezogen, Rock’n’Roll zum Besten und konnten durch ein spannendes Schlagzeugsolo glänzen. Den Abschluss des Abends bildete die Band They Were Called Sickness (Wiedlisbach).

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