Gemeinderat Grenchen
Es gibt mehr Personal für die Stadtbibliothek

Die Grenchner Bibliothek erhält die lang ersehnte personelle Verstärkung. Der Gemeinderat hat beschlossen, das Pensum der Hilfsbibliothekarin um 10 Prozent auf neu 40 Prozent zu erhöhen und weitere 30 Prozent für «Springerfunktionen» im Stundenlohn zu bewilligen.

Andreas Toggweiler
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Nach der neuen Lokalität der Stadtbibliothek gibts jetzt auch mehr Personalpräsenz

Nach der neuen Lokalität der Stadtbibliothek gibts jetzt auch mehr Personalpräsenz

Oliver Menge

«Die bisherigen 110 Stellenprozente waren bereits am vorherigen Standort der Stadtbibliothek nicht ausreichend, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten», heisst es in der Vorlage der zuständigen Schuldirektion. Am 14. Juni letzten Jahres wurde die Stadtbibliothek an ihrem neuen Standort in der Alten Turnhalle eröffnet.

«Zahlen nur für zwei Monate genügen nicht»

Seit der Eröffnung werde diese sehr stark frequentiert, heisst es weiter, was mit Zahlen der ersten beiden Betriebsmonate untermauert wird. «Eigentlich ist die Bibliothek inzwischen schon mehr als acht Monate offen», meinte hingegen Nicole Hirt (GLP) dazu und wollte die Vorlage verschieben, bis aussagekräftigere Zahlen vorliegen. Diesen Antrag zog sie aber später wieder zurück.

Die 10-prozentige Stellenerhöhung ist bereits im Budget 2020 eingeplant, nicht jedoch die weiteren 30 Prozent für Aushilfen. Dieses Pensum wurde im Rahmen der Budgetberatung als Festanstellung nicht bewilligt. Weitere Ressourcen machte die GRK damals von einem Betriebskonzept abhängig.

Betriebskonzept liegt vor

Dieses liegt nun im Entwurf vor. Im Gemeinderat war denn auch die Pensenerhöhung unbestritten, selbst die SVP stimmte dem Schritt zu. «Unsere neue Bibliothek ist ein Leuchtturm. Sie ist grösser als die alte und benötigt deshalb auch mehr Personal», sagte Fraktionschef Ivo von Büren. «Für die Aufrechterhaltung der Dienstleistungsqualität ist dies nötig», meinte auch SP-Fraktionschef Alex Kaufmann. Der geplante Einsatz von Aushilfen (z. B. Studenten, die auch ausserhalb der Bürozeiten arbeiten) mache hoffentlich auch die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen möglich. Daniel Hafner (SP) regte an, eine entsprechende Passage ins Betriebskonzept aufzunehmen.

Bibliothek besser sichtbar machen

CVP Ersatzgemeinderat Simon Klaus meinte überdies, die Sichtbarkeit der Bibliothek müsse verbessert werden, nachdem die Fahnen beim Eingang zerstört wurden. Gesamtschulleiter Hubert Bläsi informierte, dass auch noch Computer für Buchrecherchen durch Bibliotheksbenutzer installiert werden.
Der Gemeinderat hat im weiteren ein Reglement für die obligatorische Benutzung von Mehrweggeschirr an Grossveranstaltungen beschlossen und ein Postulat überwiesen, wonach die Stadt am kommenden 11. und 12. September am nationalen «Clean Up Day» mitmachen soll.

Corona-Streit um die letzten Spaghetti

Stadtpolizeikommandant Christian Ambühl gab schliesslich einen Überblick über die Lage in der Stadt hinsichtlich des Coronavirus. So wurde ein Krisenstab eingesetzt. Es seien Hamsterkäufe beobachtet worden, die an einem Ort in einer tätlichen Auseinandersetzung zweier Kundinnen um die letzte Packung Spaghetti geendet habe. Die Lage an der Verkaufsfront habe sich inzwischen aber wieder beruhigt.

Zu einem für die Betroffenen unangenehmen Ereignis sei es auch an der Abdankungsfeier für den überraschend verstorbenen Grenchner Bierbrauer Toni Lötscher gekommen, als nur hundert Personen in die Abdankungshalle eingelassen wurden, was weniger als die Hälfte der erschienenen Besucher war. Ambühl kündigte ferner an, die im Veranstaltungslokal «Luxory» angekündigten Konzerte zu untersagen. Laut Veranstaltungskalender von «Koller Events» wäre davon das Konzert der «Schürzenjäger» am 14. März betroffen. Laut Auskunft von Kevin Koller kann dieses Konzert aber durchgeführt werden. Über die weiteren Anlässe werde rechtzeitig informiert.