Stadtbummel Grenchen

Es chunnt wieder cho wähle

Schon bald wird wieder Wahlmaterial eingepackt.

Schon bald wird wieder Wahlmaterial eingepackt.

Zugegeben ich bin mit meinem heutigen Thema für viele etwas gar früh. Knapp sieben Monate dauert es noch bis zu den nächsten kantonalen Wahlen. Der Kantonsrat und der Regierungsrat müssen neu besetzt werden. Während die Ausgangslage für den Regierungsrat nach dem Doppelrücktritt der beiden CVP-Vertreter Roland Heim und Roland Fürst klar sein dürfte, ist die Ausgangslage für den hundertköpfigen Kantonsrat noch etwas «nebulös». Immerhin kandidiert mit Richard Aschberger seit langem wieder einmal ein Grenchner für einen Sitz im Regierungsrat. Im März gilt es Ernst.

Wer die Stadt Grenchen künftig wieder oder neu im Kantonsrat vertreten will tut gut daran sich jetzt schon Gedanken machen. Von den fünf Grenchner Vertretern hat Peter Brotschi schon seinen Verzicht angekündigt. Ein «Job» wird also frei, nur muss dieser wieder erkämpft werden. Am 11. Januar ist bereits Anmeldeschluss. Wer interessiert ist tut gut daran, sich schon jetzt Gedanken zu machen. Das ist wie im Sport. Wer im März 2021 Skiweltmeister werden will kann nicht erst im September die ersten Versuche auf den Skiern unternehmen. Die bisherigen Kantonsräte und Kantonsrätinnen wissen wie gross das Engagement ist.

Also machen Sie sich Gedanken, wenn Sie schon etwas Erfahrung haben. Oder überlegen Sie sich ob Sie Ihre «politische Karriere» mit einer Kandidatur bei den Gemeinderatswahlen vom 25. April 2021 lancieren wollen. Dort stehen 15 Plätze zur Verfügung. Ob es Bisherige gibt, die sich zurückziehen wollen, ist mir allerdings bis jetzt nicht bekannt. Eines ist für mich aber klar. Es braucht mehr Frauen im Gemeinde- wie im Kantonsrat. Aktuell sitzen 28 Frauen (von Hundert) im Kantonsrat. Im Grenchner Gemeinderat sind es leider nur deren zwei von 15. Das ist klar zu wenig.

Ein Tipp für unsere Grenchnerinnen. Unser Stadtpräsident François Scheidegger wird nächstes Jahr 60. Ich gehe davon aus, dass er nächstes Jahr nochmals für vier Jahre antritt und gewählt wird. Vielleicht wird er im 2025 mit 64 sagen «ich habe fertig». Dann müssten Sie, meine Damen, bereit und willens sein, als erste Frau unsere Stadtpräsidentin zu werden.

Nachdem der Gemeinderat ja diese Woche beschlossen hat, verdienstvollen Grenchnerinnen und Grenchnern auf der Absyte – ganz Hollywood-reif – Ehrentafeln anzubringen, garantiere ich Ihnen, dass Sie eine Tafel erhalten werden. Die dem Gemeinderat vorgelegte Liste einer aus vier Personen bestehenden Arbeitsgruppe sollte unbedingt noch einmal von einem fachlich erweiterten Gremium überprüft werden. Dann würde nämlich nachstehende Nominationen nicht passieren.
Dass eine Bertha II, Freiherrin von Grenchen, und Hesso, Freiherr von Grenchen, aus dem 12. und 13.

Jahrhundert stammen und Aufnahme finden, erstaunt nämlich nicht wenig. Von ihm weiss man nur, dass der Freiherr und Ritter Hesso von Grenchen im 12. Jahrhundert lebte und vermutlich mit seiner Familie die Burg Grenchen bewohnte. Er soll höchstwahrscheinlich ein Vasall des damaligen Reichsvogtes in unserer Gegend, des Herzogs von Zähringen gewesen sein. Und Bertha, die Zweite, war offenbar an seiner Seite.

Viel mehr ist nicht zu erfahren und ich bin den beiden bei meinem heutigen Bummel durch die Stadt ganz bestimmt nicht begegnet.

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