Kultur-Historisches Museum Grenchen
Erster Gastauftritt 2012 gehört den Sorna-Uhren

Das Kultur-Historische Museum gewährt besonderen Objekten während je zweier Monate einen «Gastauftritt». Von Januar bis Februar 2012 zeigt es einige spezielle Kreationen der früheren Grenchner Uhrenfirma Sorna.

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Sorna-Modell mit Schreiber.zvg

Sorna-Modell mit Schreiber.zvg

Das Museum zeigt ein Weihnachtsplakat sowie eine Auswahl von Uhren, die grösstenteils in den 1950er- und 1960er-Jahren in Grenchen hergestellt wurden.

Marke existiert bis heute

Die Geschichte der Uhrenfirma ist eine besondere: Die Sorna wurde 1922 in Delsberg gegründet. Der Firmenname ist vom Flüsschen Sorne abgeleitet, das durch die Stadt fliesst. Später wurde die Firma von der Familie Schenker übernommen. Das Museum hat die zurzeit ausgestellten Uhren vom Sohn, Marcel Schenker, erhalten. Die Firma stellte Anker- und Zylinderuhren her, bis die Direktion beschloss, auf das günstigere Roskopf-System umzustellen.

Aufgrund der grossen Nachfrage nach erschwinglicheren Modellen wurde das Werk schnell in grossen Mengen produziert und zur Spezialität der Firma Sorna. Mit steigender Beliebtheit musste sich Sorna nach grösseren Fabrikationsstätten umsehen, und so verlegte Emil Schenker den Firmensitz 1952 nach Grenchen. Das Fabrikgebäude wurde an der Bielstrasse, im Westen der Stadt, errichtet, dort, wo sich heute die Vebo befindet. 98 Mitarbeitende stellten pro Tag rund 1500 komplette Uhren her.

Neben klassischen Modellen entstanden Armbanduhren in knalligen Farben und originelle Zeitanzeiger auf Schmuckstücken oder Ringen. Mit einer Uhrenkette kann man sogar Notizen machen. Sorna hält das Patent auf einen Kugelschreiber zum Umhängen, auf dessen Deckel ein kleines Ührchen angebracht ist. Die Produktion wurde 1996 eingestellt, aber die Marke Sorna existiert bis heute. (mgt)