Hinter der Petition stünden vor allem Anwohner aus dem Zelgweg, der Weinbergstrasse und den «Blumenstrassen» im Haldenquartier, wie der Urheber der Petition in seinem Blog mitteilt. Die Anwohner der beiden erstgenannten Quartierstrassen seien mit der «Billigvariante» der Sanierung ihrer Strasse überhaupt nicht zufrieden, heisst es. Zwar wurde im Vorfeld durch die Gemeinde fristgerecht mittels eines Schreibens auf die anstehende Sanierung im Sommer 2015 hingewiesen. Was aber folgte, war laut Meier-Moreno mehr Ärger als Freude.

«Auf den aktuellen Strassenbelag wurde ein Bitumen-Rollsplitt-Gemisch ausgeleert und flachgewalzt. Die klebrigen wie auch scharfkantigen Bitumen-Splittsteine, welche trotz des tatkräftigen Putzmaschineneinsatzes zurückgeblieben sind, beschäftigen und nerven die Anwohner bis heute. Überall kleben sich diese fest, sei dies an den Schuhsohlen, an Veloreifen, dem Auto oder sonst wo.»

Dies wiederum führte zu Folgeverschmutzungen in den (Tief-)Garagen, im Eingangsbereich, wie auch zu grossen Schäden an Parkett, Teppichen und Schuhen. Dazu würden die Strassen Verletzungsgefahr für Kinder und Hunde bergen. Sie liessen auch das Fahren mit dem Skateboard oder Inlineskates nicht mehr zu.

«Das bedeutet für die Anwohner der betroffenen Quartier-strassen einen Einschnitt in ihrer Lebensqualität», meint Meier-Moreno.

Auf dem Stadtbauamt sei man über den Eingang der Petition informiert worden, meint Jürg Vifian, stv. Stadtbaumeister. Er räumt ein, dass es sich bei den Splittsanierungen um eine «Sparvariante» des Strassenunterhalts handelt, der zu Verschmutzungen führen könne, insbesondere bei grosser Hitze.

Belag kostet fünfmal mehr
Das Vorgehen werde vom Stadtbauamt vor allem aus finanziellen Gründen gewählt. Laut Vifian kostet es pro m² 20 Fr., während die Deckbelagerneuerung 75 Fr. pro m² koste, Schacht- und Randabschlussarbeiten noch nicht eingerechnet. «Alles eingerechnet würde die Sanierung so etwa fünf mal teurer als mit Rollsplitt.»

Man habe inzwischen ein Drittel mehr Budget für die Strassensanierungen beantragt, erklärt er weiter. Da die Stadt aber insgesamt sparen müsse, sei es ein politischer Entscheid, wie die Mittel eingesetzt würden, meint Vifian.