Ferienheim Prägelz

Erholung für viele Generationen: Ein Ferienheim feiert Geburtstag

Das städtische Heim feierte sein 100-Jahr-Jubiläum mit einem Fest und Tagen der offenen Tür. Viele Grenchnerinnen und Grenchner benutzten die Gelegenheit, die Stätte schöner Jugenderinnerungen zu besuchen.

1913 wurde das Ferienheim der Stadt Grenchen in Prägelz/Prêles oberhalb des Bielersees eröffnet. Mit einem kleinen Fest und Tagen der offenen Tür wurde am Wochenende das 100-Jahr-Jubiläum begangen.

Viele Grenchnerinnen und Grenchner benutzten die Gelegenheit, die Stätte schöner Jugenderinnerungen zu besuchen und zu sehen, dass das Heim zwar immer wieder modernisiert und renoviert wurde, sich aber den Charme früherer Zeiten erhalten hat.

«Ich war als Jugendlicher ganze 14 Mal während dreier Wochen hier in den Ferien», erinnert sich Bürgergemeindepräsident Franz Schilt. Schilt war zusammen mit Bürgergemeinde-Geschäftsführer Renato Müller auch in offizieller Mission hier, hat doch die Bürgergemeinde zum Jubiläum eine 40-seitige Festschrift gesponsert.

Grosszügiger Mäzen

«Tausende Kinder aus Grenchen, aber auch aus anderen Gemeinden könnten im Ferienheim Prägelz erholsame Tage geniessen», sagte Stadtpräsident Boris Banga an einem kleinen Festakt am Samstag auf der Terrasse. Banga erinnerte an die Gründungsgeschichte des Heims, das von Ammann Robert Luterbacher anonym gespendet wurde. Der Name wurde erst posthum bekannt.

Es freue ihn, dass sich auch heute noch viele Grenchnerinnen und Grenchner für das Heim einsetzen. «Auch wenn heute Easyjet-Ferien auf den Malediven fast billiger sind, hoffe ich, dass es auch künftig von zahlreichen Kindern genützt wird.»

Banga dankte auch den aktuellen Heimleitern, Monika und Thomas Iseli, für ihre Arbeit und konnte zum Jubiläum auch frühere Leiter wie Daniel Wüthrich oder Jörg und Bethli von der Crone (erste Heimleiter ab 1965) begrüssen.

Laut OK-Präsidentin Maya Karlen besuchen auch heute noch jährlich 650 bis 850 Kinder das Ferienheim. Die Gemeinderäte Madeleine Willemin und François Gauchat überbrachten die Grüsse der mehrheitlich französischsprachigen Standortgemeinde Prêles. Villemin unterstrich die Bedeutung der 1912 gebauten Tessenbergbahn für die Erreichbarkeit des Heims und Gauchat erklärte, der Umstand, dass auch Biel und Basel ihre Ferienheime in Prêles haben, zeige, dass der Standort in der 900 Seelen Gemeinde auf 822 Metern über Meer wohl nicht allzu schlecht sei.

Die Feier wurde von einem Streicherensemble der Musikschule unter der Leitung von Ruwen Kronenberg musikalisch bereichert. Eine kleine Ausstellung zeigte Fotos vergangener Zeiten und das Schmökern in alten Gästebüchern frischte Erinnerungen wieder auf.

«Ich erinnere mich, dass wir einmal so laut sangen, dass auf dem Tisch aufgestapelte Stühle herunterfielen. Wir meinten jedenfalls, es sei wegen dem Singen», lacht Daniel Wisard alias DJ Horse, der am Nachmittag eine Kinderdisco einrichtete. Die Guggenmusik Cocoloris spielte sich ebenfalls warm für die Fasnacht. Der Jugend zugute kommt eine grosszügige Spende des Vereins Kinderkleiderbörse, der auf dem Spielplatz zwei Trampolins aufstellen liess, die von den Kindern rege benutzt werden.

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