Die Angestellten der konkursiten Grenchner Präzisionstechnik-Firma Michel AG könnten ihre ausstehenden Löhne und Überstunden doch noch ausbezahlt erhalten. Dies meldet das «Regionaljournal» mit Bezug auf die Gläubigerversammlung vom Freitag.

Hoffnungen machen können sich die Arbeiter, weil das Michel-Tochterwerk in Tschechien wahrscheinlich verkauft werden kann. Eine deutsche Firma habe 6,4 Mio. Euro geboten, heisst es. Neben den Arbeitnehmern stellen Lieferanten Forderungen über rund 16 Mio. Franken.

Michel hat den Betrieb im November Knall auf Fall eingestellt und 80 Angestellte entlassen. Insgesamt stellen die Ex-Arbeitnehmer laut «Regionaljournal» Forderungen über 4 Mio. Franken. Vorübergehend, wohl bis im Frühling, arbeitet noch rund die Hälfte der Mitarbeiter für zwei ehemalige Kunden weiter. (lfh)