Er zeigte sich enttäuscht über die Tatsache, dass zwei ähnlich lautende Initiativen im Abstand von drei Monaten zur Abstimmung gelangen. Dies sei für den Stimmbürger verwirrend, so bestehe keine Wahlmöglichkeit.

Trotz des Neins bei der ersten Abstimmung wird der HEV für die Bausparinitiative vom 17. Juni kämpfen, weil es nur mit diesem Förderinstrument möglich sei, die verfassungsrechtlich verankerte Förderung von Wohneigentum umzusetzen, umso mehr, als der Bund die Möglichkeiten zur Verwendung von Pensionskassengeldern einschränken möchte.

Für den Mittelstand und junge Leute sei es ohne Bausparen und ohne Vorbezüge aus der Pensionskasse praktisch nicht mehr möglich, Eigentum zu erwerben. Das Bausparen sei keineswegs nur für Gutbetuchte, im Gegenteil, im Kanton Baselland, wo es das Bausparen bereits gibt, verdiene der durchschnittliche Bausparer 56000 Franken im Jahr.

Erfreuliche Verringerung

Anlass zur Besorgnis gebe die Revision des Raumplanungsgesetzes, welche mit planwirtschaftlichen Bestimmungen die Eigentumsfreiheit weiter einschränken wolle, so zum Beispiel mit der Verpflichtung, unbebautes Land zu überbauen, ansonsten der Eigentümer bestraft würde. Zur baulichen Situation hält der Präsident fest, dass trotz des anhaltenden Baubooms in Grenchen eine erfreuliche Verringerung des Leerwohnungsbestandes festzustellen sei.

Dies zeige, dass die Nachfrage nach Wohnungen in unserer Stadt nach wie vor ungebrochen sei und aufgrund neuer Industrieansiedlungen nicht mit einem Rückgang zu rechnen sei, sofern sich die Stadt Grenchen nicht nur als Arbeitsort, sondern auch als Wohn- und Einkaufsstandort weiterentwickle.

Aufgabe für nächste Generationen

Nach dem offiziellen Teil der Jahresversammlung wies Konrad Schleiss, Präsident der Repla GB (Regionalplanung im Raume Grenchen-Büren) darauf hin, dass das Thema Energie, insbesondere die Reduktion des Energieverbrauchs in der Schweiz, eine sehr hohe Herausforderung darstellt. Eine Grafik zeigte auf, wie enorm der Verbrauch an fossilen Ressourcen innerhalb der letzten fünfzig Jahre angestiegen ist. Es sei die Aufgabe der nächsten zwei Generationen, diesen Verbrauch mit allen Mitteln auf ein vernünftiges Mass zu reduzieren, so Schleiss.

Philipp Kaysel, neuer Energieberater der Region Grenchen-Büren, informierte über die von der Repla angebotenen Dienstleistungen, insbesondere das Vorgehen bei einer energetischen Entwicklung und die Beratung bei einem Entscheid zu baulichen Massnahmen. (mgt)