Fast 50 Jahre und drei Generationen hat es gedauert, bis Sandy, eine der beiden brütenden Flamingos, endlich Nachwuchs bekommen hat. Das Kleine schlüpfte am 9. Juli 2014 um 7.20 Uhr.

«Die tapfere Flamingo-Dame blieb trotz des teilweise starken Unwetters unerschütterlich auf ihrem Ei sitzen und drehte es mit ihrem Schnabel von Zeit zu Zeit vorsichtig», teilt das Hotel Florida mit.

Eine weitere Flamingo-Dame hatte ein Ei gelegt. Bei Veronica habe sich jedoch herausgestellt, dass sie während der Nacht die Brut jeweils verliess und Zuflucht in der Herde suchte. Sie gab ihr Ei nach dem 34. Tag auf.

Es ist noch nicht bekannt, ob Sandys Nachwuchs weiblich oder männlich ist. Das soll erst im Herbst vor der Beringung anhand eines Bluttests geklärt werden. Nun wird nach einem Namen für den Nachwuchs gesucht.

Umfeld und Futter müssen stimmen

Flamingos brüten nur dann, wenn ihr Lebensraum ihnen dazu geeignete Bedingungen bietet. «Geduld und viele Veränderungen waren notwendig, bis sich die Flamingos richtig geborgen und wohl fühlten», so das «Florida». Das Hotel hat in dieser Hinsicht einiges unternommen.

Unter anderem wurde das Ufer im Flamingo-Gehege neu befestigt. Danach mit Steinen aufgefüllt, bis ein vom Grundwasser unabhängiger, künstlicher Teich installiert werden konnte. Ausserdem wurde das Winterquartier ausgebaut und der Aussenbereich Tierschutzgerecht eingemacht.

Auf der Flamingo-Insel wurden verschiedene Erd-Arten gemischt, bis nun das richtige Baumaterial für die Nester vorhanden war. Dazu kam eine automatische Sprinkleranlage.

Auch wurden Veränderungen am Fütterungsablauf und der Futterzusammensetzung vorgenommen. Es wurden den Flamingos beispielsweise in der Paarungs- und Brutphase zusätzlich Wasserlinsen gefüttert, um den Eiweissgehalt des Futters zu erhöhen, welcher ein wichtiger Bestandteil für das Gelingen der Brut darstellt. (mgt)