Die einzige Bedingung war, dass die Energie aus der Steckdose kam. Die Modellfluggruppe Grenchen des Aero-Club der Schweiz zeigte sich einmal mehr als gute Gastgeberin und bereitete den Modellflugplatz auch sicherheitsmässig bestens vor.

Trotz der unsicheren Meteoprognosen fanden nicht nur einheimische Piloten den Weg in die Grenchner Witi, wobei der Sonntag durchaus gute Wetterbedingungen brachte. Beni von Arx aus dem Aargau zum Beispiel: Der ehemalige Kampfjet- und Linienpilot gehört zu den treuen Besuchern von E-Power über Grenchen.

Neben einem Venom, den er in der Jugend noch selber bei der Luftwaffe geflogen hatte, brachte von Arx auch eine selbstgebaute Arbalète (Armbrust) mit, ein sehr seltener Typ. Das ist der verkleinerte Prototyp eines Kampfflugzeug-Projekts des Eidgenössischen Flugzeugwerks in Emmen, der 1951 zum ersten Mal in der Luft war. Anhand des Modells kann das schöne Flugzeug mit damals fortschrittlicher Flügelgeometrie heute in der Luft bewundert werden. Auch eine Aufgabe des Modellflugs, im verkleinerten Massstab historische Flugzeuge der Nachwelt zu erhalten. Mit elektrifizierten Antrieben ist dies bestens machbar.

Auch eine Mirage war dabei

Der bekannte Modell-Jetpilot Maik Stuber aus Gossliwil war in Grenchen ebenso mit von der Partie und präsentierte diverse Flugzeugtypen. So etwa die Dassault Mirage IIIS, dessen Deltaflügeln drei Jahrzehnte am Schweizer Himmel zu sehen waren. Auch die langsamen, mit Elektromotoren ausgerüsteten Segler gehörten zum Programm und drehten mal eine Runde um die Wette mit einem Storch aus Altreu, der die Thermik beim Modellflugplatz auch zum Flugspass ausnützte.

Der Grenchner Rolf Dürrenmatt zeigte eine Venom in Bieler Farben: Die gab es so im Original tatsächlich mit einem Schweizer Piloten in Neuseeland. Das kam dem EHC-Biel-Fan Dürrenmatt gerade recht.

Der nächste Anlass der Modellfluggruppe Grenchen wird der traditionelle Flugtag auf dem Flughafengelände sein. Fans merken sich jetzt schon das Datum von Sonntag, 24. September.