Feste soll man feiern, wie sie fallen. Jubiläums-Ausgaben erst recht. So hatte sich das OK um Schulleiter Urs Wirth für die 30. Ausgabe entschieden, auch den Freitagabend ins Festprogramm aufzunehmen.

Gut 250 Personen wollten sich den Auftritt von ChueLee nicht entgehen lassen. Und die Band begeisterte mit ihrem ureigenen Mix aus Rock, Pop, Mundart und volkstümlichen Elementen die Anwesenden. Die Band zeigte sich angetan von der spektakulären Ambiance und Stimmung im Garten der Heilpädagogischen Sonderschule (HPS).

Gewohnt, aber sympathisch

Ansonsten ging alles seinen gewohnten, sympathischen Gang: Behinderte begegneten ungezwungen Nichtbehinderten, Familien, Freunde und Bekannte trafen sich, neue Bekanntschaften wurden angeknüpft und bisherige vertieft.

Der Samstagnachmittag stand ganz im Zeichen der Kinder. Der von den «Kiwanern» betreute Spiel-Plausch bot den Kids einiges an Attraktionen und Abwechslung. An verschiedenen Posten konnten sie ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen, mit einem originalen Tuk-Tuk eine kleinere Stadtrundfahrt unternehmen, sich beim Airbrushing verschönern oder von der Feuerwehr-Drehleiter in luftige Höhen entführen lassen.

Eran Rezepi (l.) und Laurent Bayhrami heben, begleitetvon Feuerwehr-Frau Daniela Muriset, ab in luftige Höhen.

Eran Rezepi (l.) und Laurent Bayhrami heben, begleitetvon Feuerwehr-Frau Daniela Muriset, ab in luftige Höhen.

Und da wiederum «Sonbre-Wetter» herrschte – schön und ziemlich heiss – sorgte das «Sirup-Bähnli» oder die von den Schülerinnen und Schülern der HPS betrieben Saftbar dafür, dass auch die durstigsten Kehlen nicht auszutrocknen drohten.

Einstige Schüler und Mitarbeitende trafen sich danach beim Ehemaligen-Apéro, welches jeweils von der Abschlussklasse der HPS organisiert wird. Gleichzeitig nahm die Sommerparty so richtig Fahrt auf. Bei kulinarischen Genüssen (Fischfilet aus der Wandfluh-Küche und Hamme vom Neuhaus-Metzg) sowie zu musikalischer Unterhaltung durch Pascal Studer genoss man den lauen Sommerabend.

«Jazzbrunch» am Sonntag

Am Sonntagmorgen stand traditionellerweise der Jazzbrunch der Vereinigung «Pro Jazz» auf dem Programm. «Dülü Dubach und Supersiech» unterhielten die zahlreichen Zuschauer mit ihrem vielseitigen, aber nie beliebigen Sound dabei bestens.

Was im UNO-Jahr der Behinderten 1981 als kleines Quartierfest begonnen hat, hat sich im Laufe der Jahre zur «Doyenne» der jährlich stattfindenden Festivitäten in Grenchen entwickelt, die auch stets auf die Toleranz der Anwohner zählen kann, wie Schulleiter Urs Wirth betont.

Ohne die Mithilfe von vielen Freiwilligen wäre das Organisieren eines solchen Anlasses ausserdem gar nicht möglich und die HPS erhält diese reichlich. Aber auch die Schülerinnen und Schüler sind stets involviert. Die Abschlussklasse kleidet Schule und Garten in der ersten Schulwoche jeweils in ein festliches Gewand. Für den Jubiläumsanlass wurden schliesslich eine Festschrift erstellt und spezielle Abzeichen gefertigt.