Das ehemalige EPA-Selbstbedienungsrestaurant im Herzen von Grenchen stand jahrelang leer. Jetzt wurde es zu neuem Leben erweckt. Der ganze erste Stock, der früher das Obergeschoss des Warenhauses und das Restaurant enthielt, wurde in den letzten Monaten zu einem Eventlokal umgebaut, in dem Gesellschaften und Anlässe mit bis zu 360 Personen stattfinden können. «Wir denken an Konzerte, Vereins- und Firmenanlässe, Seminare, Hochzeiten und so weiter», erklärt Hatice Demiroglu, welche zusammen mit Abdurrahim Tatli das Lokal führt.

Als Familienfirma (GmbH) mit Sitz in Oftringen (AG) betreibe man schon heute eine Kette von Shisha Bars und sei nebst dem Gastgewerbe auch im Handelsbereich aktiv. Die Firma beschäftige etwa 20 Angestellte, erklärt Demiroglu.

«Seriöse Betreiber»

«Wir sind froh, dass wir nach einiger Suche jemand gefunden haben, der einen seriösen Betrieb des Lokals gewährleisten kann», erklärt Bastiaan Don von der Luzerner Firma Poli Immobilien, der Besitzerin des ehemaligen EPA-Komplexes. Sie hat bereits im Hochhaus-Trakt investiert und vermietet dort möblierte Apartments der gehobenen Klasse mit Zusatzservice (wir berichteten).

Für den Ausbau des Eventlokals habe man nochmals rund eine halbe Million in die Hand genommen, sagt Don. Dazu haben die Mieter nach eigenen Angaben zusätzlich rund 300 000 Fr. für Mobiliar investiert. Das Resultat kann sich jedenfalls mehr als sehen lassen.

Das Restaurant Parktheater, das ab April in einem ähnlichen Segment tätig werden will, wird sich warm anziehen müssen. «Wir können in dieser Infrastruktur fast jede Art von Veranstaltung mit oder ohne Essen beherbergen», erklärt Demiroglu. In der ehemaligen EPA-Küche, die bestehen blieb, können grössere Mengen von Mahlzeiten zubereitet werden, bzw. kann sie als Basis fürs externe Catering dienen. Im vorderen Teil mit Aussicht auf den Zytplatz befinden sich eine Bar und ein abgetrennter Raucherraum mit Tischen. Veranstaltungen könnten übers Internet in alle Welt übertragen werden. Im Visier habe man gleichermassen einheimisches wie internationales Publikum.

Parkhaus gleich nebenan

Ein Trumpf des Eventlokals, das sich «Elite» nennt, dürfte insbesondere die Nähe zum Coop-Parkhaus vis a vis mit 24h-Öffnung und 368 Parkplätzen sein. Aber vielleicht auch eine Herausforderung bezüglich Lärmbelastung? – «Das Lokal ist nicht öffentlich und eine Security gehört je nach Anlass zum Konzept», meint Geschäftsführerin Demiroglu, die sich in einem mehrjährigen Mietvertrag gebunden hat.

Auch der Liegenschaftsbesitzer hat keine Bedenken. «Das Elite hat einen separaten Eingang von der Solothurnstrasse her. Wir haben die Betreiber sorgfältig ausgewählt, denn wir wollen selber keinesfalls eine Beeinträchtigung unserer Mieter im Wohntrakt.» Das Lokal verfügt denn auch über keinen Aussenbereich.

«Wir sind Kurden...»

Ein erster Event und damit der Eröffnungsanlass ging am vergangenen Samstag über die Bühne. Eine Hochzeit mit zahlreichen Gästen, der Dekoration nach von Landsleuten der Betreiber; wobei Demiroglu sich beeilt zu betonen: «Wir sind Kurden, nicht Türken.» Weitere Reservationen seien bereits erfolgt und demnächst werde auch eine Homepage aufgeschaltet versichert sie.