Schule
Einheitliche Regelung: Ferienstreit soll endlich beigelegt werden

Nach langem Hin und Her passiert endlich etwas: Am runden Tisch wollen Grenchen und Bettlach nun doch noch zu einer einheitlichen Ferienregelung finden.

Patrick Furrer
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Bezirksschule Grenchen

Bezirksschule Grenchen

Grenchner Tagblatt

In Grenchen und Bettlach soll in absehbarer Zeit die Zwillingspetition für eine einheitliche Regelung der Sport- und Frühlingsferien behandelt werden. Eltern machen sich für einen gemeinsamen Weg stark, nachdem Grenchen nach viel Hin und Her bei 1:3 gelandet und Bettlach ein Zeichen gesetzt und bei 2:2 geblieben ist (wir berichteten).

An der letzten Gemeinderatssitzung in Grenchen hatte Stadtpräsident Boris Banga ein weiteres Mal unschöne Kunde zum Thema: Viktor Stüdeli, Gemeindepräsident von Selzach, zeigt sich in einem Brief enttäuscht von Grenchens Zickzack-Kurs, zumal die Stadt wisse, dass Bettlach und Selzach jeweils 2 Wochen Sport- und Frühlingsferien haben, auch an der Kantonsschule diese Regelung gilt und die Sek-P-Schüler aus Selzach, die künftig in Grenchen in den Unterricht gehen, so eine andere Regelung haben als ihre Familien und Freunde in Selzach.

Grenchen hat eine Verantwortung

Das Gestürm um die Ferienregelung geht inzwischen vielen Grenchnern auf die Nerven, zumal die Schulen Grenchen gute Arbeit leisten. «Die Angelegenheit ist keine fachliche Frage mehr, sondern eine politische», stellt Hans Kübli, Gemeindepräsident von Bettlach, klar. Nach der Eingabe der Zwillingspetition hat er deshalb die Initiative ergriffen und einen runden Tisch einberufen. Die Gemeindepräsidenten und Ressortverantwortlichen sollen gemeinsam einen Vorschlag zur Petition erarbeiten, der den beiden Gemeinderäten zur Behandlung vorgelegt wird.

Für Hans Kübli ist es höchste Eisenbahn, das Thema habe genug Zeit und Nerven gekostet. «Als Zentrumsstandort muss sich Grenchen um die angeschlossenen Gemeinden kümmern», sagt der Gemeindepräsident weiter. Bettlach seien die Hände gebunden, denn es sei letztlich von der Stadt abhängig.

Frühestens Ende September dürfte der runde Tisch stattfinden. Im Hôtel de Ville wird derzeit nach einem möglichen Termin gesucht. Für den Kanton ist die Ferienregelung in Grenchen und Bettlach momentan übrigens kein Thema. Erst wenn die Verhandlungen in den Gemeinden selbst scheitern würden, könnte der Kanton auf Antrag wieder aktiv werden und zu einem weiteren Koordinationsgespräch auffordern.