Insgesamt vier Checks sollen die Leistungen der Schülerinnen und Schüler in den Kantonen vergleichbar machen, wie Christoph Eymann (LDP), Bildungsdirektor des Kantons Basel-Stadt, am Montag sagte.

Die Leistungen werden in der 2. und der 6. Primarstufe und den zwei letzten Jahren der Sekundarstufe gemessen. Getestet werden die Fächer Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und Naturwissenschaften, sobald diese Fachrichtungen in den Stundenplänen enthalten sind.

Checks kosten fast 10 Millionen

Neben den Checks werden in einer Aufgabensammlung Prüfungs- und Lehraufgaben aufgelistet, an denen sich Lehrpersonen orientieren können. Der vierjährige Aufbau der Checks und der Aufgabensammlung kostet die vier Kantone insgesamt 9,6 Millionen Franken.

Für den jährlichen Betrieb sind 4,6 Millionen Franken nötig. Die Kredite wurden von allen vier Kantonsparlamenten bereits genehmigt.

Keine «Schulhaus-Rankings»

Die Resultate sind nicht ausschlaggebend für die Promotion der Schüler, sollen jedoch aufzeigen, wer wo gefördert werden muss. Die Nordwestschweizer Kantone wollen trotz der Vergleichbarkeit keine «Schulhaus-Rankings», betonte Eymann. Auch sei dies keine Vorstufe zum Leistungslohn für Lehrpersonen.

Beat W. Zemp, Zentralpräsident des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH), begrüsste an der Medienkonferenz die einheitlichen Checks. Damit hole sich die Schule die Bewertungshoheit von der Wirtschaft zurück.

Man müsse allerdings aufpassen, dass die Schüler nicht zu viele Leistungstests absolvieren müssten, sagte Zemp. Die Kadenz dieser Tests sei mit der Pisa-Studie und dem Bildungsmonitoring sehr hoch.

Harmonisierte Maturitätsprüfungen

Die schriftlichen Maturitätsprüfungen werden bis 2014 jeweils pro Schulhaus und Fach einheitlich. Für die Prüfungen gelten zudem kantonale Richtlinien. Damit sollen die Maturitätsabschlüsse unter anderem für Universitäten vergleichbarer werden, wie der Baselbieter Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli (SP) sagte.

Die Nordwestschweizer Kantone wollen zudem das Interesse der Schüler für Natur und Technik wecken, wie der Aargauer Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) sagte. Dazu sollen beispielsweise Ausflüge in Schullabors der Novartis oder des Paul Scherrer Instituts oder zu einem Bauernhof unternommen werden.