Grenchen

Eine Stadt erstrahlt ganz in Orange

Grenchen hat bei besten Bedingungen die 20. Ausgabe seiner Kürbisnacht gefeiert. Das Volksfest gehört in der Uhrenstadt inzwischen zum Jahreskalender.

Pünktlich zur Eröffnung des Kürbismarktes auf dem Marktplatz drangen die ersten Sonnenstrahlen durch den stockdicken (Hoch-)Nebel, der die Stadt seit dem frühen morgen in ein fahles Licht getaucht hatte. Nach Büroschluss um 16 Uhr strömten die ersten Besucherinnen und Besucher auf den Marktplatz, um Kürbissuppe zu probieren oder andere herbstliche Spezialitäten. Marktfahrer und Bauern aus der Region hielten ihre Produkte feil und die Kinder konnten auf der Marktstrasse Kürbisse schnitzen.

Über 1000 Kinder

Schliesslich galt es gewappnet zu sein für den Rekord-Kürbisnacht-Umzug mit total 1350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, davon über 1000 Schul- und Kindergartenkindern. Das Rückgrat des Umzuges sind die Grenchner Schulen, die im Jubiläumsjahr fast lückenlos teilgenommen haben. In konzertierten Aktionen wurden diese Woche in den Grenchner Schulhäusern Kürbis-Laternen geschnitzt oder Arrangements und Umzugswagen mit «Räbeliechtli» dekoriert.

Kürbisnacht Grenchen: Ein Umzug durch die Stadt

Kürbisnacht Grenchen: Ein Umzug durch die Stadt

Wer die ersten Weihnachtsgeschenke oder Mitbringsel eingekauft hatte, war bald reif etwas Wärme von aussen und von innen. Der Glühwein an der Feuerstelle der Bürgergemeinde kam da gerade richtig. Ein erster Höhepunkt und inzwischen auch grosser Publikumsmagnet für Eltern und Anverwandte war der inzwischen traditionelle Auftritt der Kinder-Street-Dance-Gruppe von Sarah Cattin unter dem Stadtdach. Danach heizte der Grenchner Kulturpreisträger José de Mena mit seinen «Collective Percussion» weiter ein, denn noch galt es etwas auf den Höhepunkt des Abends zu warten.

Viel Wetterglück bisher

Die Stimmung auf dem Marktplatz wurde in der Zwischenzeit von Kürbislichtern und den neuen LED-Strahlern geprägt, die die Häuserfassaden in oranges Licht tauchten. So entstand in der Abenddämmerung einmal mehr jene so unverwechselbar gemütliche Kürbisnacht-Atmosphäre. Denn ein letztes Mal im Jahr kann man auf dem Marktplatz draussen «höckle» und von dieser Gelegenheit machen Jung und Alt ausgiebig gebrauch. Auffallend oft hatte die Kürbisnacht bisher Wetterglück.

„Chürbisnacht“ in Grenchen

„Chürbisnacht“ in Grenchen

Die wohl bekannteste Kürbisnacht verzeichnete gestern über 1500 Menschen, die samt Lichter und Laterne beim Umzug teilnahmen.

In den 20 Jahren musste der Umzug nur zweimal abgesagt werden.
Dieser hatte diesmal nicht weniger als 49 Nummern und zahlreiche Zuschauer verfolgten den Cortège auf seinem Rundkurs durch das Stadtzentrum. Angeführt wurde er wie immer von den Klängen der Stadtmusik Grenchen. Viele fantasievolle Sujets lösten immer wieder Applaus aus. Wiederholt war die Zahl 20 zu sehen, sei es auf den Lichterwagen oder bei den geschnitzten Laternen. Fasnachtsgemäss mit Musik war diesmal auch ein Wagen der Faschingszunft unterwegs und der Jodlerclub Bettlach liess heimatliche Klänge ertönen.

Getrübt wurde die Freude nur dadurch, dass es gewisse Lokale entlang der Umzugroute noch immer nicht für nötig halten, ihre Neonreklamen oder gar Flutlichter für ein paar Minuten auszuschalten. Beispielsweise das Restaurant Krebs. Abgeschlossen wurde das herbstliche Spektakel bei wieder aufziehendem Nebel mit der Feuershow von Christian Ziegler.

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