Gegenstände verschwinden auf übernatürliche Art und Weise und Tauben erscheinen aus dem Nichts. In der Uhrenstadt ging es wieder einmal magisch zu und her. An der zweiten Auflage der «Soirée Magic», welche vom Verein «Swiss Magic Grenchen» organisiert wird, verzauberten am Samstagabend gleich drei Grossmeister der Magie mit ihrer Show «Generation» das Grenchner Publikum.

Dabei versetzten sie die Zuschauer gleichermassen ins Staunen und Lachen. Ein Spektakel, welches sich auch die beiden Stadtoberen François Scheidegger und Urs Wirth keinesfalls entgehen lassen wollten.

Zauberei pur eines Altmeisters

Den Auftakt machte Altmeister Pol Pollux. Trotz seinen über 80 Jahren bewies der Basler Grandseigneur, dass er noch immer zu den ganz grossen im Business gehört und man mit klassischen Kartentricks dem Publikum auch heutzutage noch zu imponieren vermag.

Denn bei ihm gebe es weder schwebende Blondinen, noch würden diese Schönheiten in zwei Hälften zersägt. «Ich mache Zauberei pur ohne Geschmacksverstärker, sozusagen Biomagie», erklärt Pol Pollux.

Nur die Technik machte dem Grossmeister an diesem Abend einen kleinen Strich durch die Rechnung, denn die Kamera wollte partout nicht richtig funktionieren. Doch der Magier nahm es mit Humor. «Wenn das so weiter geht, wird dies eine 3-Tagesshow», witzelte der Basler.

Unterstützt wurde das Magierurgestein vom Zaubererduo Domenico, bestehend aus den Jungtalenten Nico Studer und Dominik Zemp. Die beiden Shootingstars der Szene bliesen zum Angriff auf die Lachmuskeln, indem sie Komik und Zauberei gekonnt miteinander kombinierten und auch das Publikum gezielt in die Einlagen miteinbezogen.

So erklärten die beiden Jungzauberer beispielsweise, dass sie für ihren Messerwurftrick einen Gehilfen aus dem Publikum benötigen würde, da die Assistentin leider verhindert sei. Aber man müsse sich keine Sorgen um sie machen, denn sie könne «schon bald wieder feste Nahrung zu sich nehmen», wie Nico Studer versicherte.

Aber auch die Zuschauer liessen sich nicht lumpen und antworteten teils mit kecken Sprüchen auf die Fragen der Magier, sodass selbst das Zaubererduo sich das Lachen kaum noch verkneifen konnte.

Eine Überraschung des Abends war der Gastauftritt von Marc Haller, der zurzeit mit Duo Domenico in «Das Zelt» auf Tour ist. Als sein Alter Ego «Erwin aus der Schweiz» mimte er den schrullig-komischen Zauberer und rundete die magische Vorstellung perfekt ab.

Der zauberhafte Abend in der gut gefüllten Aula das Schulhauses IV war auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg. Bis zur nächsten «Soirée Magic» muss sich das Publikum nun aber zwei Jahre gedulden, denn im nächsten Jahr findet wieder, wie alle drei Jahre, der Zaubererkongress in Grenchen statt.

Aber auch dort wird den Freunden der Magie mit Gala Show und Seminaren natürlich einiges geboten. Ausserdem werden neu auch die Kinder miteinbezogen. «Wir wollen den junge Leuten die Kunst der Zauberei wieder näher bringen», erklärt OK-Präsident Eric von Schulthess.

Deshalb sei ein Zaubernachmittag geplant, wo die Kleinen den einen oder anderen Trick erlernen können. Die Magie ist definitiv wieder zurück in Grenchen und die Uhrenstadt ist auf dem besten Weg zu ihrem Mekka zu werden.