Nachruf

Eine Förderin des Frauenturnsportes: Die Grenchnerin Iris Möri-Wisler ist im 85. Altersjahr gestorben

Iris Möri

Iris Möri

Eine bekannte Grenchnerin ist nicht mehr: Iris Möri-Wisler verstarb fast 85-jährig unerwartet in ihrem Heim an der Rebgasse. Ihr Name bleibt fest verbunden mit der Förderung des Frauenturnsports in der Stadt Grenchen und im Kanton Solothurn. Sportliche Bewegung und die Rollen als Leiterin und Ausbildnerin prägten ihr Leben.

Geboren am 2. November 1935 trat Iris Möri schon kurz nach dem Schulaustritt dem Damenturnverein Grenchen bei. Bald war sie nicht mehr nur aktive Turnerin, sondern übernahm Leitungsfunktionen von der Jugendriege bis zur Aktivriege. Stets suchte sie nach Neuerungen und führte mit dem Damenturnverein beispielsweise als Erste im Kanton das Muki-Turnen ein. Als verantwortliche Leiterin führte sie ihre Turnerinnen an unzählige kantonale und eidgenössische Turnfeste sowie an die Gymnaestrada.

Ihr Wirken zeigte sich auch in einem überaus grossen Einsatz für das Gemeinwesen in der Stadt Grenchen. Während Jahrzehnten arbeitete sie bei Stadtfesten, Sportveranstaltungen und Jubiläen mit. Geradezu legendär waren die Auftritte mit ihren Tanzgruppen an den Turnerabenden im voll besetzten Parktheater.

1996 erfolgte die Gründung der Gruppe «Gym-Fit» im Turnverein Grenchen, die sie bis ins hohe Alter leitete. Ihre Pionierrolle zeigte sich auch im Berufsleben, indem sie 1980 als Erste weit und breit ein Fitnessstudio eröffnete und Gymnastik und Jazztanz im Angebot hatte. Der 1955 geschlossenen Ehe mit Hugo Möri wurden mit Rita und Edith zwei Töchter geschenkt. Beim Damenturnverein und beim Turnverein Grenchen erhielt sie die Ehrenmitgliedschaft. Die Stadt Grenchen ehrte Iris Möri im Jahr 2006 mit dem Sportverdienstpreis. (pbg)

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1