Bettlachberg

Eine erfolgreiche Bilanz des Bergrestaurants Bettlachberg nach sechs Monaten

Ellen und Beat Walker in einem ihrer Gästezimmer, welches man für 50 Franken pro Nacht mieten kann.

Ellen und Beat Walker in einem ihrer Gästezimmer, welches man für 50 Franken pro Nacht mieten kann.

Ellen und Beat Walker führen das Bergrestaurant, in dem neu Übernachtungen möglich sind, seit letztem Oktober. Die Bilanz nach sechs Monaten sieht gut aus und die Besucher seien zufrieden.

Am 28. September letztes Jahr konnten Ellen und Beat Walker das Restaurant Bettlachberg übernehmen. Danach fing die grosse Arbeit an. «Wir waren ja komplette Neulinge auf diesem Gebiet. Niemand hat uns erklärt, wie die Geräte funktionieren, wir hatten nur ein paar Ordner mit den Bedienungsanleitungen für alles Technische.

Wir mussten schauen, ob wir alles Nötige da haben, ob wir alles richtig machen, wie alles funktioniert.» Zuvor hatte Ellen Walker zehn Jahre im «Avec» beim Grenchner Südbahnhof gearbeitet, ihr Mann war 30 Jahre bei der ETA als Automechaniker und später als Leiter Garage und Abteilung Transport angestellt.

Wenig Einführungszeit

Nur gerade zwei Wochen hatten Walkers Zeit, sich die nötigen Fähigkeiten anzueignen. Am 15. Oktober war die offizielle Eröffnung. «Diese 14 Tage waren sehr knapp, aber ich finde, wir haben alles ganz gut im Griff.

Wir haben quasi in zwei Wochen einen neuen Beruf erlernt.» Unterstützung erhielten sie von verschiedenen Leuten: Vom Bürgerrat Bettlach, seine Cousins Alban, Kuno und Pius Walker vom Restaurant Urs & Viktor halfen mit, aber auch die Leute vom Restaurant Stierenberg oder vom Oberen Brüggli.

«Wir setzen auf traditionelle Küche»

Unter dem Motto «wir machen das, was wir selbst gerne hätten», führen Walkers nun seit einem halben Jahr das Restaurant. «Wir waren schon oft in den Bergen und wissen, was die Leute gerne essen, wenn sie ein Bergrestaurant besuchen. Wir setzen auf traditionelle Küche wie Bratwurst, Fondue und Rösti. Die Gäste, die uns besuchen, möchten keine ‹Haute cuisine› oder modernes Essen auf dem Tisch, sondern lieber Währschaftes.»

Bereits konnte sich das Ehepaar eine gewisse Stammkundschaft erarbeiten. Auch viele Gruppen würden sie gerne besuchen, so Walker erfreut. «Natürlich sind die meisten unserer Kunden Wanderer, aber auch Vereine besuchen uns gerne. Im Winter kamen viele nach dem Schlitteln auf dem Berg zu uns. Und selbst Generalversammlungen verschiedener Vereine konnten wir abhalten.» Eine Gruppe Wanderer komme jeden Mittwoch vorbei, mal zu zweit, zu dritt oder auch mal zu viert. Auch einen Geburtstagsbrunch habe man bereits organisiert.

Im Bettlachberg kann man auch übernachten

Was noch nicht viele wissen: Im Restaurant Bettlachberg kann man übernachten. Zwei Gästezimmer mit Gemeinschaftsbad stehen für 50 Franken inklusive Frühstück zur Verfügung. Bereits haben einige dieses Angebot genutzt, allerdings sei es, so Ellen Walker, sehr wetterabhängig, ob und wann eine Nacht gebucht werde. «Es kommt schon vor, dass Gäste kurzfristig absagen, weil das Wetter schlecht ist. Aber damit muss man hier oben rechnen.»

Komplett wetterabhängig sei der Betrieb allerdings nicht. «Es gibt viele Leute, die bei schlechtem Wetter vorbeikommen.», so Beat Walker. «Wirklich planen ist nicht möglich, meistens kommen genau dann mehr Leute, wenn man es am wenigsten erwartet.»

Das Feedback der Besucher ist positiv

Alles in allem kann das Ehepaar eine positive erste Bilanz ziehen. «Bisher ist uns noch nie etwas ausgegangen, nur einmal hatten wir eine Knappheit an Rösti. Und einmal haben wir in einer Woche ganze 14 Kilogramm Fondue verkauft.»

Das Feedback der Besucher sei von allen Seiten positiv. Und so freuen sich Ellen und Beat Walker auf die kommenden Saisons.

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