Der Inhalt erzählt von der Familie Holzer, die mit Existenzangst zu kämpfen hat, da die Landwirtschaft nicht mehr rentabel ist. Es entsteht die Idee, mit einer Peepshow etwas Geld durch Touristen zu verdienen: Immer wenn Geld eingeworfen wird, geht der Vorhang auf und gibt den Blick in die Stube der Familie Holzer und deren vermeintlich heile Welt frei.

Laien und Profis

Regie führt der professionelle Regisseur und ausgebildete Schauspieler Reto Lang, der sowohl Stücke mit Laien als auch mit Profis einstudiert. «Das Stück von Markus Köbeli ist eine sehr gute Geschichte, eine tragische Komödie», beschreibt Lang. «Die Bauersfamilie versucht sich an einem modernen Management und ist nicht geschult dafür, sodass auch alte Familienmuster zum Vorschein treten.» Lang, der Leiter des Stadttheaters Langenthal, setzt bei der Inszenierung den Schwerpunkt auf die Tatsache, dass die Bauersfamilie mit ihrem neuen Erwerb überfordert ist und schliesslich daran zerbricht. Ein Grund, weshalb es dann auch schiefläuft: Statt ihren Alltag bei den «Peepshows» normal weiterzuleben, hat die Familie die Showsequenzen im Voraus einstudiert.

Aufführung an neuem Ort

Statt wie bisher in der Mehrzweckhalle wird «Holzers Peepshow» im Haus zum Himmel aufgeführt. Dies, um die dafür stimmige Atmosphäre zu schaffen. Dabei wird auch eine neue Bühne organisiert, da die ausfahrbare Bühne im Haus zum Himmel mit ihren vierzig Zentimetern zu hoch für den eher kleinen Saal wäre. Im September wurde mit den ersten Proben begonnen. Fünf Schauspieler spielen in der diesjährigen Inszenierung mit, sie bilden die Familie Holzer, die sich über mehrere Generationen zusammensetzt, von der Enkelin Anna (Angela Zwicky) bis hin zum Opa Hans (Heinz Thommen), der an den Rollstuhl gefesselt ist.

Für das Bühnenbild ist Präsident Benedikt Staffelbach, zuständig, der den Sohn Holzer, ebenfalls mit Namen Hans, verkörpert. Dora Gehri kümmert sich um die Kostümierung. Das Stück ist in Mundart, enthält jedoch auch Sequenzen in Fremdsprachen.

Vorverkauf ab 26. Dezember täglich von Montag bis Freitag, 18 bis 20 Uhr, unter Tel. 077 471 70 80. Aufführungen: u. a. 3. Januar (Premiere) 20 Uhr; 4. 1.: 16 Uhr; 7. Januar: 20 Uhr; 9. Januar: 20 Uhr. Gespielt wird bis zum 18. Januar.