Tag des Alters
Eine amüsante «Siesta»-Fahrt für Junggebliebene

Rund 100 Seniorinnen und Senioren genossen am Tag des Alters eine Reise auf der Aare zwischen Solothurn und Grenchen.

Oliver Menge
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Eine amüsante «Siesta»-Fahrt für Junggebliebene
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 Amüsante Fahrt auf der Aare.
 Amüsante Fahrt auf der Aare.
om_00467567 Amüsante Fahrt auf der Aare.

Eine amüsante «Siesta»-Fahrt für Junggebliebene

Unter dem Motto «Unterwegssein» fand am Freitag anlässlich des internationalen Tags des älteren Menschen eine unterhaltsame Fahrt auf der «Siesta» von Solothurn nach Grenchen und zurück statt. Den rund 100 Seniorinnen und Senioren wurde ein reichhaltiges Programm geboten.

Regierungsrat Peter Gomm gab sich in seiner Begrüssungsrede sehr engagiert: «Mit der Pensionierung nimmt man zwar einen neuen Lebensabschnitt in Angriff, aber eigentlich ändert nur der Blickwinkel. Denn die ältere Generation bleibt ein wichtiger Teil der Gesellschaft.» Die Entwicklung der Volksgesundheit ermögliche es vielen älteren Menschen, genau so aktiv zu sein wie früher. Freiwilligenarbeit sei sehr wichtig. Der Solidaritätsgedanke zwischen Jung und Alt werde bei der demografischen Entwicklung zunehmend wichtiger und damit verbunden auch die Einbindung der älteren Menschen in die Gesellschaft. «Staat und Gesellschaft können nur gut funktionieren, wenn alle Generationen ihren Teil beitragen.» Bei der Gelegenheit sicherte Gomm auch für nächstes Jahr die finanzielle Unterstützung des Kantons zu.

Älter, reifer, erfahrener

Ernst Burren, Mundart-Schriftsteller aus Oberdorf, las amüsante Kurzgeschichten zum Thema Reisen und Unterwegssein vor. Sein neuestes Werk, «Schnee schufle», erscheint diese Woche. Moderatorin Andrea Affolter vom Radio DRS Regionaljournal befragte fünf Gäste zu ihren Erfahrungen zum Thema «Unterwegs- sein». Andreas Marti, früher einmal Schiffskoch auf einem Frachter, jetzt Malzeitenfahrer bei der Spitex Solothurn, erzählte von einigen spannenden Stationen in seinem Leben.

Gertrud Christen von «Granges Mélanges» war früher sehr reiselustig und interessierte sich für andere Kulturen. Diese Erfahrungen kann sie in ihre Kurse, die sie in Grenchen für Migrantinnen und Migranten durchführt, einfliessen lassen. Sie versucht, ihnen den Zugang zu einer Art Heimatgefühl zu vermitteln.

René Weber, Rotkreuzfahrer in Grenchen, organisiert für Alleinstehende Reisen in einem Kleinbus, bei denen es vor allem ums Zusammensein und die Geselligkeit geht. «Manche Freundschaft ist auf einer solchen Fahrt bereits entstanden.»

Verena Wyss, Krimiautorin aus Wangen bei Olten, schrieb 1982 ihr erstes Buch. Seither sind eine ganze Reihe von spannenden Krimis entstanden, die sie als ihre persönlichen Meilensteine bezeichnet. «Im Alter wird der Geist immer offener.» Sie wisse nicht, wohin ihr Weg sie führe.

Peter Brotschi, Aviatik-Journalist und Pilot, hat schon 126 verschiedene Flugzeugtypen geflogen. Er beschrieb die Faszination des Fliegens, die Momente der Freiheit und gab Einblicke in andere Länder, die er dank seiner journalistischen und militärischen Tätigkeit besuchen konnte.

Der in Grenchen zugestiegene Stadtpräsident Boris Banga wies auf die Vorzüge der Wirtschaftsförderung und des Standortmarketings hin, die Grenchen zu einer zukunftsorientierten Stadt mit grossem Entwicklungspotenzial gemacht haben.

Nächstes Jahr in Olten

An der HESO 2007 war die Sonderschau dem Thema Alter gewidmet. Die beteiligten Organisationen schlossen sich zur Arbeitsgruppe AL'SO zusammen. Man beschloss, die Zusammenarbeit zu vertiefen und jeweils am 1.Oktober jeden Jahres einen Anlass für ältere Menschen zu veranstalten. Nächstes Jahr wird zum Tag des älteren Menschen eine Veranstaltung in Olten stattfinden. Der internationale Tag des älteren Menschen wurde 1990 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen.