Grenchen
Ein Viertel der Museumsbesucher sind Jugendliche

Die Vorträge des Kultur-historischen Museums in Grenchen waren letztes Jahr sehr gut besucht. An der Generalversammlung stand das Jubiläum der Musikschule im Zentrum.

André Weyermann
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Kultur-historisches Museum Grenchen

Kultur-historisches Museum Grenchen

Brigit Leuenberger

Sie habe sich zu Beginn des Berichtsjahres auf ein eher ruhiges eingestellt, erklärte Präsidentin Susanne Schaller an der Hauptversammlung der Museumsgesellschaft im Sonderpädagogischen Zentrum Bachtelen. Doch es sollte anders kommen. Allein schon das 75-Jahr-Jubiläum der Gesellschaft habe für einigen Betrieb gesorgt.

In ihrem Jahresbericht wies sie im Weiteren auf die gut bis sehr gut besuchten Vorträge hin. Insbesondere jener über die Unternehmerfamilie Baumgartner sowie «Wichtiges und weniger Wichtiges aus der Grenchner Geschichte» von Fred Fasnacht sorgten für einen vollbesetzten Zuschauerraum im Museum. Auch die Einweihung der neuen Hinweistafel bei der Grenchner Burg stiess auf ein grosses Publikumsinteresse.

Mehr Vorträge geplant

Der nächste Mitgliederanlass wird zum Schloss Buchegg und in dessen Umgebung führen. Es sind auch wieder Vorträge geplant: so über das Uhrenstatut und die Juragewässerkorrektion.

Die Verantwortlichen für das Museum, Angela Kummer und Monika Bruder, konnten von vielfältigen Aktivitäten im und ums Museum berichten. Leider sei man bei den Besucherzahlen wieder knapp unter die «magische Grenze» von 3000 gerutscht. Erfreulich ist hingegen die Tatsache, dass die Angebote für Kinder und Jugendliche rege benutzt werden. Ein Viertel der Besuche gehen auf das Konto der Jungen und Jüngsten.

Aktuell steht der Internationale Museumstag vom kommenden Sonntag an, welcher mit einem Fest im Stile der 50-er Jahre begangen wird. Zudem darf man sich auch auf die szenischen Führungen zu diesem Thema freuen, welche vom Museum zusammen mit dem Theateratelier von Iris Minder auf die Beine gestellt wurden.

Finanziell befindet sich die Museumsgesellschaft auf stabilem Kurs. Die Kennzahlen: Das Berichtsjahr schloss mit einem Gewinn von gut 2300Franken ab, das Vereinsvermögen belief sich Ende 2013 auf etwas über 20 000 Franken, und auch das Budget für das laufende Jahr sieht einen kleinen Gewinn vor.

100 Jahre Musikschule

Im zweiten Teil der Veranstaltung berichtete die Leiterin der Musikschule, Christa Vogt, über «100 Jahre Musikschule Grenchen». Sie ging dabei insbesondere auf die pädagogischen Veränderungen in dieser Zeitspanne ein. Die Stadt habe sich sehr optimistisch gezeigt, als sie sich am Vorabend des 1. Weltkrieges zur Schaffung einer Musikschule entschieden habe. Der noch junge Bundesstaat setzte damals auf das Kollektiv. Wichtig waren Vereine, aber auch Kirche und Militär. Nicht jedes Kind kam in den Genuss dieses Unterrichtes. Interessierte wurden zuerst einem Test unterzogen.

Dies änderte sich im Zuge der 68-er Bewegung. Die Maxime lautete nun umgekehrt: «Wenn es dem Individuum gut geht, geht es auch dem Kollektiv, sprich der Gesellschaft, gut.» Konsequenterweise konnten nun alle Kinder die Musikschule besuchen und für jedes Instrument wurde ein Fachlehrer eingestellt. Hier hinkte Grenchen etwas hinterher. Diese Neuausrichtung erfolgte hier erst Mitte der 80-er Jahre.

Schüler musizierten

Der äusserst kurzweiliege Vortrag wurde mit musikalischen Vorträgen von Christa Vogt am Flügel zusammen mit dem Musikschülern Lisa Haudenschild (Klarinette) und Eliano Chirico (Alt-Saxophon) zum sichtlichen Vergnügen der Anwesenden bereichert.

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