Samariter

Ein Verein für brenzlige Situationen

Bild einer Übung aus dem Jahr 1969 mit «Schwerverletzten».  zvg

Bild einer Übung aus dem Jahr 1969 mit «Schwerverletzten». zvg

Mit der Gründung 1896 zählt der Samariterverein Grenchen (SVG) zu den ältesten Vereinen der Stadt. Mit seinen 30 Mitgliedern bezweckt der Verein die Förderung des Samariterwesens und die Erfüllung humanitärer Aufgaben im Sinne des Roten Kreuzes.

«Zusammen mit dem Samariterverein Selzach wird immer eine Monatsübung durchgeführt», erklärt SVG-Präsidentin Renate Rüefli, «Beide Vereine sind eigenständig, aber da die Übungen mit vielen Personen spannender werden, sorgt das auch für mehr Spass unter den Mitgliedern.» Gemeinsam wird jeweils ein Thema ausgewählt, das als Oberthema für viele Übungen steht und zur Saison passt – im Moment heisst das Thema des SVG «30 Grad und mehr».

«Wir haben unter anderem trainiert, wie ein Patient bei einem Hitzschlag oder einem Sonnenstich behandelt werden muss», sagt Renate Rüefli. Einmal im Jahr organisieren die Samaritervereine von Grenchen, Pieterlen, Lengnau und Selzach eine Feldübung. Mit Fallbeispielen werden brenzlige Situationen trainiert. «Ausserdem finden immer wieder Schulungen zu den neusten Unterlagen und Arztvorträge statt. Bei der Themenwahl wird Rücksicht auf Vorschläge der Vereinsmitglieder genommen», erläutert die SVG-Präsidentin, «Im August werden wir beispielsweise einen Ausflug in die Alarmzentrale unternehmen.» Aber auch der Spass kommt im Verein nicht zu kurz, wie Renate Rüefli erklärt: «Wir haben diverse Plausch-Anlässe, wie zum Beispiel der Chlause-Höck, an dem wir es einfach gemütlich haben und ein gemeinsames Abendessen geniessen.»

Vielfältiges Kursangebot

Doch der Verein veranstaltet nicht nur interne Schulungen: Der SVG bietet für die Bevölkerung Nothelferkurse, BLS- (Lebensrettende Basismassnahmen) und AED-Kurse (Automatische externe Defibrillation), ein Kurs zu Notfällen bei Kindern sowie Firmenkurse, an denen die interessierte Firma selbst bestimmen kann, zu welchem Thema die Mitarbeiter geschult werden sollen.

Anzutreffen ist der SVG bei diversen Postendiensten wie beispielsweise an der mia, bei Stadtfesten, beim Berglauf oder anderen Sportveranstaltungen. «Wir kümmern und um kleinere aber auch um grössere Notfälle. Wir sind für vieles vorbereitet», so die Kursleiterin und SVG-Präsidentin.

Der SVG pflegt einen lockeren Umgang mit dem Rettungsdienst. «Eines unserer Anliegen ist, dass die Kursleiter nicht nur Schulungen vom Kantonalverband sondern auch vom Rettungsdienst erhalten», meint Renate Rüefli. Doch das sei noch nicht ausgereift. Die Kursleiter erhalten je einmal im Jahr eine Weiterbildung.

«Unser Ziel ist es, die Lehre der ersten Hilfe an unsere Mitglieder und an die Bevölkerung weiter zu geben. Aber auch, dass neben dem Verhalten bei Unfällen, auch die häusliche Pflege ein Thema bei uns wird. Wir möchten Laien Tipps für den Umgang mit Patienten zu Hause geben können», fügt Renate Rüefli an.

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