Kulturpreis
Ein Umfeld für Künstler schaffen

Der grosse Saal im Bachtelen fasste gestern Abend kaum die vielen Besucher, die der Übergabe des Kulturpreises beiwohnten. Gewinner waren die Hip-Hopper City Nord und Künstler Hanspeter Schumacher.

Kaspar Kaupt
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Solothurner Zeitung

Mit launischen Worten führte Barbara Pestalozzi durch die Veranstaltung. Kultur wird durchaus grossgeschrieben, meinte sie, und die Stadt bietet vieles. Das war auch das Stichwort für Susanne Schaller. Die Vizepräsidentin der Kulturkommission übergab den Anerkennungspreis dem Vokalensemble Octagon in Würdigung seines musikalischen Schaffens. Mit vielfältigen Programmen, grosser musikalischer und stimmlicher Sicherheit und komödiantischer Kreativität überzeugten die Octagonisten. Und überzeugten auch das Publikum im Saal.

Den Nachwuchsförderpreis der Stadt und Region Grenchen konnte Angela Kummer, Präsidentin der Kulturkommission in Würdigung ihres Engagements für die Hip-Hop-Kultur der Region übergeben. Die Gruppe City Nord bestand ursprünglich aus David Habegger, Daniel Heiniger sowie Pascal Fardel. Nach den ersten privaten Scrach und Rapsessions fanden die drei ihren eignen Stil und verbanden sich eng mit den DJ Tru Corners, Joel Aubry und Cosimo de Pascquale. Gerappt werden Momentaufnahmen und Altagsszenen, die in der Regel viel junge Menschen ansprechen.

Man kennt die skurrilen Zeichnungen Hanspeter Schumachers, die den erdverbundenen Menschen zeigen, wie er sich aus den Zwängen der Umwelt befreien will. Von eigenartigem Reiz ist das plastische Schaffen wie die Reliefarbeiten als das sichtbare Dreidimensionale. Faszinierend und irritierend, mehrdeutig und hintergründig, rätselhaft und geheimnisvoll, sagte Stadtpräsident Boris Banga. «Alle, die den Arbeiten von Hanspeter Schumacher bereits begegnet sind, wissen, wovon ich spreche. Das Werk des diesjährigen Kulturpreisträgers fesselt und löst zugleich Verunsicherungen aus.»