Grenchen

Ein Uhrenarbeiter erzählt aus seinem Leben

Tom Muster alias «Uhrmacher Adolf Gschwind» ist bereit zum Erzählen.

Tom Muster alias «Uhrmacher Adolf Gschwind» ist bereit zum Erzählen.

Nach der gelungenen Uraufführung anlässlich der Grenchner Kulturnacht finden in den nächsten Monaten drei weitere öffentliche Vorstellungen des Szenenspiels statt. Vorstellungen können auch gebucht werden.

Das Kultur-Historische Museum Grenchen präsentiert sein neustes Angebot: das Szenenspiel «Adolf Gschwind – ein Uhrenarbeiter erzählt». Die Regisseurin Iris Minder hat dieses speziell für das Museum ausgearbeitet und mit dem jungen Schauspieler Tom Muster einstudiert.

Das Szenenspiel ist eine Art Theaterführung im Museum. Schauspieler Tom Muster führt in der Figur des Adolf Gschwind die Gäste während zirka einer halben Stunde durch die Ausstellung und erzählt lebhaft und unterhaltsam von seinem Arbeitsalltag und dem Leben im Dorf Grenchen in früherer Zeit.

Uhrenboom von innen

Doch wer war dieser aussergewöhnliche Uhrenarbeiter und Bürger Grenchens? Adolf Gschwind lebte von 1886 bis 1966 und erfuhr die Entwicklung der Uhrenstadt hautnah. In seinen Memoiren, welche er um 1946 verfasste, berichtet er in lebhafter Sprache von seinen Streifzügen durch das Bauerndorf, von Grossmutters Rauchküche und von seinen Schuljahren. Bereits mit 14 Jahren – im Jahr 1901 – nahm er seine Arbeit in der Uhrenfabrik U. Schild auf. Damals ging es in den Grenchner Uhrenfabriken noch ruhig und gemächlich zu und her. So hatte Adolf Gschwind Zeit, seine «Gwundernase» in alle Fabriksäle zu stecken. Er memorierte seine Beobachtungen und schrieb diese in seinen Memoiren säuberlich nieder. Weitere Kapitel widmete er der Zeit um die beiden Weltkriege und der Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre.

Buch zu Adolf Gschwind

Die nächsten öffentlichen Vorstellungen finden statt: Dienstag, 18. November 2014, 19 Uhr; Samstag, 10. Januar 2015, 15 Uhr; Sonntag, 22. Februar 2015, 15 Uhr. Kosten: Museumseintritt von Fr. 5.–, Kinder bis 16 Jahre gratis. Ein gebuchtes Szenenspiel kostet Fr. 70.– exklusive die Museumseintritte. Reservationen nimmt das Museum gerne entgegen. Ergänzt wird das Szenenspiel durch die kürzlich erschienene Publikation «Erinnerungen eines ETA-Arbeiters» von Adolf Gschwind. Wer noch mehr zu Adolf Gschwind und seinen Erinnerungen erfahren möchte, kann dieses Buch im Museumsshop sowie bei Bücher Lüthy oder der BGU-Infostelle für Fr. 25.– erwerben. (mgt)

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