Sie wurde in den vergangenen Monaten von RUAG Business Aviation in Agno mit einem neuen Cockpit ausgestattet und einer Neulackierung wieder korrosionsgeschützt. Die Maschine war zuvor während 15 Jahren im Einsatz in Kenia und dem Südsudan und wird ab September im Kongo (DRC) eingesetzt.

Die Demokratische Republik Kongo ist seit über 20 Jahren von politischen Unruhen und Bürgerkrieg arg gebeutelt. Das Land ist 57-mal grösser als die Schweiz. Die Lebenserwartung der Leute um 35 Jahre tiefer. Strassen gibt es nur noch wenige. Städte und Dörfer sind isoliert. Spitäler und Schulen sind mangelhaft versorgt und der Zugang zum Markt ist mehrheitlich geschlossen. Gesundheit, Bildung und der Handel ist infrage gestellt. Acht Kleinflugzeuge der MAF ermöglichen eine minimale Versorgung – zumindest medizinisch. Die Pilatus PC-12 ist eine wichtige Ergänzung, um die Flotte im Transport von humanitären Mitarbeitern, Rettungsflügen und Lieferung von kritischen medizinischen und anderen Gütern zu ergänzen.

Mission Aviation Fellowship MAF ist eine internationale Non-Profit-Organisation. MAF fliegt Ärzte auf Rettungsflügen, Hilfsmaterial in Katastrophengebiete, erspart Agronomen, Entwicklungshelfern, Pfarrern und anderem Fachpersonal tagelanges Reisen in unwegsamen Gebieten und bringt Hilfe an Leib, Seele und Geist dahin, wo sie nötig ist. Sie hat weltweit 140 Flugzeuge in schwer zugänglichen Gebieten und in 30 Ländern im Einsatz.

Mit operationellen Leitstellen in Cairns, Australien, Ashford, UK, und Nampa, USA, werden Flugzeuge und Personal optimal eingesetzt. Die weltweit vernetzte MAF wurde kurz nach dem 2. Weltkrieg von Veteranen gegründet und fliegt heute für rund 1500 Partnerorganisationen, darunter Ärzte ohne Grenzen, Deza, Caritas, Medair oder World Vision. MAF Schweiz hat 14 Fachkräfte in 9 Ländern im Einsatz und ist im Leitungskonsortium eine von 16 Länder-Organisationen, welche das christliche Flugunternehmen verantworten. (mgt)