Schachturnier in Grenchen
Ein spannendes Finale auf 64 Feldern

Im 12. Baloise Bank SoBa Rapid Open im Parktheater Grenchen konnte sich der in Davos wohnhafte Schachspieler Vjekoslav Vulevic bereits zum sechsten Mal gegen ein starkes Feld durchsetzen.

Kaspar Haupt
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1. Vjekoslav Vulevic (M.); 2. Branko Filipvic (l.); 3. Anvar Turdyev (r.).khg

1. Vjekoslav Vulevic (M.); 2. Branko Filipvic (l.); 3. Anvar Turdyev (r.).khg

Am 12. Baloise Bank SoBa Rapid Open, dass vom Schachklub Grenchen organisiert war, schrieben sich 62 Teilnehmer ein. Eine auffallende Tendenz am Grenchner Open ist die immer grösser werdende Teilnahme an spielstarken Gegnern, wie André Brunschwiler vom Schachklub Grenchen feststellte. Im Gegensatz zu den acht FIDE- und drei Internationalen Meistern, die in Grenchen am Start waren, ist die Präsenz der regionalen Spieler eher schwach.

Erfreulich die Teilnahme von sechs Junioren, deren vier sich unter den ersten zwanzig platzieren konnten. Da dieses Turnier als Open gespielt wird, sind grundsätzlich alle Schachspieler zur Teilnahme berechtigt. So ist es möglich, dass man bei der ersten Auslosung als Nobody gleich gegen einen FIDE-Meister antreten muss. Mit der Baslerin Ruth Bohrer wagte sich eine Dame ins Tableau, das hauptsächlich von Männern dominiert wird. Immerhin konnte sie vier Partien siegreich beendenund kam auf den 23. Rang.

Einmal mehr zeigte sich am Grenchner Rapid-Open, dass Schach kein Glücksspiel ist. Mit Ausnahme der Farbwahl entscheidet das spielerische Können. Am Rapid-Open wurden sieben Runden à 25 Minuten gespielt.

In der siebten Runde ins Straucheln geraten

Ausgerechnet in der siebten und letzten Runde geriet der Favorit Vjekoslav Vulevic aus Davos ins Straucheln. Bis da hatte er ein hervorragendes Turnier gespielt und konnte, ohne kaum einmal in Bedrängnis zu geraten, die ersten sechs Partien für sich entscheiden. In der siebten Runde wurde Vulevics Siegesserie jäh gestoppt, er verlor gegen den Basler Branko Filipovic. Beide Spieler totalisierten sechs Punkte, doch nach Buchholzwertung und Sonneborn-Berger- Wertung konnte der Davoser seinen sechsten Sieg am 12. Baloise Bank SoBa Rapid Open feiern. (Anmerkung: Sonneborn-Berger ist die Anzahl Siege – prozentuales Resultat mit Schwarz).

Bester Regionaler wurde der Junior Robin Angst (Rang 11) gefolgt von Ramiz Januzaj, Pieterlen, (Rang17), Mauro Rothen, Oberönz (Rang 24). Bester Mann vom Schachklub Grenchen war Andreas Ehrsam, Solothurn, der sich mit 3.5 Punkten im 29. Rang platzieren konnte.

Rangliste: Vjekoslav Vulevic, Davos, 6 Pkt. 2. Branko Filipovic, Basel, 6 Pkt. 3. Anvar Turdyev, Bern, 5.5 Pkt. 4. Nicolaj Melkumjanc, Lörrach, 5.5 Pkt. 5. Nicolas Grandadam, Junior, Huningue, 5 Pkt. 6. Marco Lehmann, Bätterkinden, 5 Pkt. 7. Avni Ermeni, Neuchâtel, 5 Pkt. 8. Hansjürg Känel, Ostermundigen, 5. Pkt.