Grenchen
Ein Schiff landet im Raiffeisen-Bänkli

Ein kurioser Unfall hat am Donnerstagmorgen mitten in Grenchen für Kopfschütteln gesorgt. Ein Bootsanhänger machte sich mitten auf der Kreuzung selbständig. Zum Glück wurde nur ein Bänkli zertrümmert.

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Das Raiffeisenbänkli wurde durch das Schiff arg ramponiert (rechts), steht aber schon wieder

Das Raiffeisenbänkli wurde durch das Schiff arg ramponiert (rechts), steht aber schon wieder

at./Facebook

Schrecksekunden für Grenchner Verkehrsteilnehmer an der Kreuzung Girardstrasse/Solothurnstrasse, am Donnerstag Morgen etwa um 8.45 Uhr. Ein Unfall mit einem Bootsanhänger ist glimpflich abgelaufen, hat aber das hölzerne «Raiffeisen-Bänkli» ziemlich ramponiert.

Der Offroader, der von Westen herannaht und auf dem Anhänger ein Boot mitführt, wartet ordnungsgemäss beim Rotlicht auf der Solothurnstrasse. Als die Ampel auf Grün schaltet, fährt er los.

Das mitgeführte Schiff auf dem Anhänger jedoch hat andere Pläne. «Der Aufleger hängt sich ab, kontaktiert mit lautem Knall den Asphalt; das Schiff mit seinem Untersatz kurvt mit einem erstaunlichen Radius, umschifft die an der Ampel wartenden Fahrzeuge und will sich beim Raiffeisen-Bänkli gemütlich machen», berichtet Zeitungskorrespondent Daniel Trummer, der zufällig Augenzeuge des Unfalls wurde.

Niemand verletzt

Der Fahrer eines Kleinwagens wurde vom kapitänlosen Kahn nur knapp verfehlt, ebenso der Reporter, der vom Girardplatz her mit dem Auto unterwegs war. Nach einem Abstecher über den Fussgängerstreifen machte das Boot eine geräuschvolle und abrupte Landung auf dem allseits bekannten «Raiffeisen-Bänkli».

«Unsäglich die Vorstellung, dass auf dem Zebrastreifen sich Passanten aufgehalten hätten oder dass auf dem Bänkli jemand gesessen wäre», meint Trummer. «Ein Unfall, der glimpflich geendet hat und mich trotzdem nachdenklich stimmt.»

Das massiv-hölzerne «Raiffeisen-Bänkli» jedenfalls ist ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Am abend war es aber zumindest wieder notdürftig geflickt. (at.)