Meinisberg
Ein neuer Anlauf nächsten Sommer ist wahrscheinlich

Laut Einschätzung von Meinisbergs Gemeindepräsident Daniel Kruse scheiterte das Projekt am Gemeindehaus.

Andreas Toggweiler
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Illustration des am 29. November abgelehnten Projekts in Meinisberg

Illustration des am 29. November abgelehnten Projekts in Meinisberg

zvg

Die Meinisberger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben am Sonntag den Gemeinderat kalt geduscht. Mit 255 Nein gegen 210 Ja-Stimmen wurde ein Projekt der Behörde für die Schulhauserweiterung und ein neues Gemeindehaus vom Souverän abgelehnt (vgl. gestrige Ausgabe).
Gemeindepräsident Daniel Kruse zeigt sich nach verlorener Schlacht zwar enttäuscht, aber nicht entmutigt. Er sei nach wie vor überzeugt, dass es sich um ein gutes Projekt gehandelt habe, meint Kruse. Anhand von Reaktionen im Vorfeld habe man aber gespürt, dass Skepsis verbreitet sei. Diese richtete sich gemäss seiner Einschätzung in erster Linie gegen den Neubau des Gemeindehauses.
Die Verwaltung ist zurzeit in einem Anbau des Schulhauses untergebracht. Das Projekt für knapp 5 Mio. Fr. sah vor, diesen Anbau abzureissen und an dieser Stelle neue Schulzimmer zu bauen. Daneben sollte ein separates Gemeindehaus gebaut werden.

Spezialkommission trifft sich heute

Kruse kann sich vorstellen, dass der Gemeinderat bis im kommenden Sommer mit einem modifizierten Projekt kommt. Der Bau neuer Schulräume scheine bisher unbestritten. «Dass aber eine neue Lösung auch für die Gemeindeverwaltung gefunden werden muss, ist für mich klar», so Kruse weiter. Denn die aktuellen Räume seien zu klein und als Arbeitsplätze kaum mehr zumutbar.

Heute wird die Spezialkommission das weitere Vorgehen der Gemeinde diskutieren. ­Kruse betont, dass man auch schon beim aktuellen Projekt allerhand Alternativen geprüft habe, sogar solche, die noch in der Schlussphase aus der Be­völkerung dazu kamen. «Diese waren aber eher teurer als das vorliegende Projekt», erklärt er. Es wurde im Vorfeld des Entscheids sowohl ein Informationsabend durchgeführt als auch zwei Fragestunden mit den ­Behörden. Kruse nimmts trotz allem sportlich. «Einmal mussten wir über ein Projekt abstimmen und wir werden jetzt ver­suchen, die nötigen Lehren daraus zu ziehen.» Vielleicht könne man beim Gemeindehaus-Teil noch eine halbe Million abspecken, viel mehr aber nicht.
Kruse wünscht sich zudem ein Projekt, das das Dorf nicht spaltet. «Ein Ja mit umgekehrtem Stimmenverhältnis hätte mich auch nicht glücklich gemacht», meint er. Es gelte eine Lösung zu finden, hinter der eine deutliche Mehrheit stehen kann.

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