Grenchen

Ein Löwe versetzt ein ganzes Dorf in Angst

Die jungen «Artisten» legten sich ins Zeug.

Die jungen «Artisten» legten sich ins Zeug.

Mit einem Löwen ist nicht zu spassen. Vor allem nicht, wenn dieser aus einem gut gesicherten Käfig eines Zirkus entwischt. Im Musical «Dr Löi isch ab» kommt der Vorfall jedoch zu einem guten Ende - und einem glamourösen Finale.

Präsentiert wurde das Musical von der dritten und vierten Klasse aus dem Schulhaus Eichholz.

Dass der Circus Petronelli im Dorf ist, spricht sich schnell herum. Und noch schneller sind die Kinder vor Ort und bestaunen die Aufbauarbeiten des Zeltes. Eine der Hauptattraktionen ist King, der alte Zirkuslöwe, der hinter den Gittern friedlich vor sich hin döst. Panik bricht aus, als der Käfig der grossen Katze am nächsten Morgen leer ist.

Die Polizei muss ausrücken, Journalisten wittern eine spannende Story und die Menschen verstecken sich in ihren Häusern. Aber auch die Kinder bekommen die Ereignissen aus nächster Nähe mit. Und obwohl sie eigentlich zu Hause bleiben sollten, wollen die Dorfjüngsten mithelfen, den Löwen wieder zu finden. Vor allem, «damit er nicht erschossen wird». Die Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse vom Schulhaus Eichholz hatten im Vorfeld zeitintensiv für ihr Theater gearbeitet und das Resultat liess sich sehen und hören. Zudem untermalten eindrückliche, selbst gestaltete Bühnenbilder jede neue Szene.

Finale für Roland Grolimund

Die Lehrpersonen Carine Amato und Roland Grolimund, die mit ihren Klassen das Stück «Dr Löi isch ab» von Markus Hottiger einstudiert hatten, sind in Sachen Theater auch längst keine Anfänger mehr. Seit 23 Jahren unterrichten sie im Eichholz dieselbe Stufe und haben unzählige Produktionen zusammen erarbeitet und auf die Bühne gebracht.

Für Roland Grolimund wird dies die letzte gewesen sein: Er geht auf Ende Schuljahr in Pension. Und so war das Grande Finale, in dem der Löwe wieder artig Männchen machte und Akrobatinnen und Akrobaten ihre verrücktesten und grossartigsten Kunststücke zeigten, auch ein wenig Höhepunkt und Schlusspunkt in der Karriere des Eichholzer Lehrers.

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