Grenchen

Ein Jahr der Höhepunkte für Granges Melanges

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Soeben wurde der Flyer mit dem Jahresprogramm des Vereins Granges Melanges in alle Haushaltungen geliefert. Ein Jahr voller Jubiläen hat bereits begonnen.

«Das eigene Jubiläum feiern wir zum Glück erst nächstes Jahr», sagt Elisabeth Egli, Präsidentin von Granges Melanges, lachend. Der Terminkalender ist nämlich bereits voll. Der Verein mit rund 100 Mitgliedern – ein grosser Teil davon Menschen mit Migrationshintergrund – greift seit neun Jahren Themen rund um das Fremd- und Heimischsein in Grenchen auf und bietet bei unterschiedlichsten Anlässen und Aktivitäten den Grenchnern die Möglichkeit, sich mit Menschen aus anderen Ländern, die hier leben, auszutauschen, sich mit fremden Kulturen auseinanderzusetzen, Gemeinsamkeiten zu entdecken.

Bereits am 22. März findet der erste Jubiläumsanlass statt: Vor zehn Jahren wurden die ersten Deutschkurse für Frauen von Gertrud Christen organisiert und durchgeführt. Im Lindenhaus findet aus diesem Grund eine Feier statt, die vom Chor der Nationen musikalisch umrahmt wird. Teilnehmerinnen der Konversations- und Deutschkurse, welche in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Solothurn durchgeführt werden, lesen eigene Textbeiträge vor. «Viele der Frauen sind bei solchen Gelegenheiten regelrecht aufgeblüht», sagt Egli. Das Selbstwertgefühl der Frauen zu stärken sei wichtiger Bestandteil des Kursprogramms.

Lindenhaus als «Vereinslokal»

«Wir haben kein eigentliches Vereinslokal, aber wenn wir eines hätten, wäre es wohl das Lindenhaus», sagt Egli. Man habe das Lindenhaus von Anfang an immer begleitet und führe auch viele der Kurse und Anlässe dort durch. Zum Jubiläum des Lindenhauses führt Granges Melanges im Juni dort einen Open Air Kinoabend durch.

«Bei uns ist Tradition, dass wir oft mit anderen Vereinen zusammenarbeiten, bei denen Integration auch ein wichtiges Thema darstellt. So organisierten wir zum Beispiel vor zwei Jahren zusammen mit dem FC Grenchen einen grösseren Anlass, oder wir arbeiten auch mit anderen Kulturvereinen zusammen.

Aktiv beteiligen

Auch der interreligiöse Dialog war dem Verein stets wichtig. «Wir werden von allen Kirchgemeinden der Stadt unterstützt und arbeiten mit vielen Religionsgemeinschaften zusammen», erklärt Präsidentin Egli. «Schon vor längerer Zeit haben wir einen runden Tisch der Religionen angeregt». Letztes Jahr habe man eine «Lange Nacht der Religionen» durchgeführt, mit grossem Erfolg (wir berichteten).

Dieses Jahr feiert die katholische Kirchgemeinde das 200-Jahr-Jubiläum der Eusebiuskirche und Granges Melanges wird sich auch hier aktiv an den Feierlichkeiten beteiligen. Im Rahmen der Woche der Religionen wird sich Granges Melanges den Jenseitsvorstellungen in den verschiedenen Kulturen widmen.

Mit Referaten und Diskussionen in Zusammenarbeit mit diversen Religionsgemeinschaften Grenchens will man versuchen, die unterschiedlichen Aspekte und kulturellen Hintergründe zu beleuchten. «Alle unsere Anlässe zielen darauf hin, das Zusammenleben zwischen Schweizern und Ausländern zu verbessern – es leben immerhin 85 Nationalitäten in Grenchen – zu verbessern. Wir möchten so einen Beitrag zur Erhaltung des sozialen und religiösen Friedens leisten und Akzente gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus setzen».

Spannende Begegnungen

Das Interesse der Bevölkerung sei da, sagt Egli, die Anlässe der letzten Jahre seien immer sehr gut besucht gewesen. «Wir hatten zum Beispiel schon Veranstaltungen, bei denen Jodlerklubs auftraten und die von Leuten besucht wurden, die sonst vielleicht nie einen Integrationsanlass besuchen würden». So kämen spannende Begegnungen zustande und brächten die Kulturen einander näher, ebenso bei diversen Kochkursen oder Tanzabenden.

«Wir legen viel Wert darauf, professionell aufzutreten: Die Referenten, welche wir einladen, sind kompetent und wir legen auch grossen Wert auf eine gute Planung und Durchführung der Anlässe». Ebenso sei eine gute Öffentlichkeitsarbeit und die Zusammenarbeit mit den Medien ein wichtiges Anliegen. Die eigene Homepage werde man in diesem Jahr komplett überarbeiten, «sie soll mit einem frischen Gesicht daherkommen», sagt Egli.

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