Unter gepflegten Jazzklängen von «The Band», mit vielen Dankesworten und einer ungewöhnlichen Vernissage ging am Freitag im Kunsthaus die letzte Veranstaltung des Jubiläumsjahres des Sonderpädagogischen Zentrums Bachtelen über die Bühne.

Im Zentrum stand diesmal eine Bachtelen-Schulklasse, die unter Anleitung des Bieler Künstlers Roland Adatte, selber ehemaliger Bachtelen-«Absolvent», kreativ war und ihre Werke einer grösseren Öffentlichkeit präsentieren konnte.

Nicht ganz zufällig folgen auch sie Adattes Generalmotiv, dem Gefäss: traditionell von seinen Bildern inspiriert gemalt, originell interpretiert als bedruckte Papiersäcke oder gar modelliert aus gewöhnlichen Kabelbindern.

Kunsthaus-Leiterin Eva Inversini konnte zahlreiche Gäste begrüssen und auf den gemeinsamen Bildungsauftrag verweisen, den man mit dem Bachtelen teile. Sie interviewte anschliessend den Künstler und die beiden beteiligten Lehrkräfte Tanja Gehri und Daniel Hettelingh sowie Bachtelen-Gesamtleiter Karl Diethelm zu diesem ungewöhnlichen Projekt, an dem das Kunsthaus selber mit dem Druckatelier von Annatina Graf ebenfalls mitwirkte.

Adatte: «Ich kam 1956 ins Bachtelen und erinnere mich an scheusslich schmeckende Milch, die ich damals trinken musste.» Doch auch an Heini Bürkli, heute ein Künstlerkollege, konnte er sich erinnern, der ihn als junger Seminarist unterrichtet habe.

Diethelm unterstrich die Bedeutung der Kreativschaffens, insbesondere des Werkens, für die Bachtelen-Kinder. Er hielt sodann Rückschau auf die Veranstaltungen des Jubiläumsjahres, vom Auftakt-Konzert im Januar bis zum einwöchigen Festspiel Ende September, und ehrte die Organisatoren der entsprechenden Anlässe.

«Dankbar und jetzt auch etwas wehmütig» schaue er auf dieses Jubiläumsjahr zurück, welches sich auch als Publikumserfolg erwiesen hat. Die Bilder und Objekte der Bachtelenkinder sind noch bis am Sonntag Abend im Kunsthaus zu sehen.