Stadtbummel Grenchen
Dürästartä: Ob Fasnächtler oder nicht

André Weyermann
André Weyermann
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Heute ist wieder Plausch angesagt.

Heute ist wieder Plausch angesagt.

Hansjörg Sahli

Heute Abend starten die Grenchner Närrinnen und Narren erstmals so richtig durch. Am traditionellen Plausch schränzen die Guggen, reimen die Schnitzelbänkler und erfreuen diverse Gruppen mit Sketches. Ein Tipp an Kurzentschlossene: Es hat noch Tickets. Die Abendkasse ist ab 19.00 Uhr geöffnet. Das Programm ist zwar einigermassen geheim. Durchgesickert ist aber, dass mit den «Ambassadore Bäse» auch eine Solothurner Truppe auftreten wird.

Da war doch was. Genau. Sie waren es, die beim letztjährigen Konfetti-Gschtürm schliesslich für die Grenchner Kinder sammelten und die exorbitante Putzrechnung von 2000 Franken beglichen. Nun werden sie also in einen friedlichen, versbeladenen Wettstreit mit den einheimischen Reimkünstlern der Hilari-Schnibako und der Stadtratten um Ehrenobernarr Heinz Westreicher treten.

Für Nicht-Frühaufsteher kann die Teilnahme an der Chesslete zum Problem werden. Probates Mittel dagegen: «düremache» und dann «dürestarte». Dani’s Egge an der Ringstrasse (früher Besi’s Egge und noch früher Hirt-Kantine) machts möglich. Das Lokal ist nämlich vom kommenden Mittwoch auf den Donnerstag durchgehend geöffnet. DJ Bonsai sorgt für Stimmung und auch kulinarisch ist vorgesorgt. Hinter der Aktion steckt ein eingefleischter Fasnächtler. Daniel «Frosch» Albertella hat die Gaststätte im Oktober mit Lebenspartnerin Martina übernommen. Er selber ist heute bei den «No Copyrights» musikalisch tätig, war auch schon Mitglied der «Chappeli-Tüüfel» und der «Schnabuwetzer».

Der Stadtbummler ist manchmal auch ein unverbesserlicher Nostalgiker. So erinnert er sich gerne an die Karnevals-Feten der damaligen «Gässligugger» im Blue Moon an der Schützengasse, als sich Fasnachts-Enthusiasten jeglichen Alters, jeglichen Geschlechts und jeglicher Herkunft die Nächte um die Ohren schlugen.

Obergugger Mischu Baier hat nun für den Fasnachts-Dienstag (13. Februar) eine Revival Party im Rössli-Pub an der Bielstrasse (ab 19.00 Uhr) ins Leben gerufen. Das wird bestimmt ein «geiles Ding», wie sich die jüngere Generation wohl ausdrücken würde, denn einerseits war schon des Oberguggers Vater Thomas einer der treibenden Kräfte im Blue Moon und andererseits ist er selber selbstverständlich an der Quelle zu kakofonischer Klasse.

So, und nun noch etwas für Nicht-Fasnächtler (die soll es auch geben). Heute ab 15.00 geht im «Feel Good Music Bistro» an der Bahnhofstrasse 33 die grosse Eröffnungsparty über die Bühne. Angesagt sind diverse Musiker und Musikerinnen sowie «Gratis Futtern». Auch hier muss man sich um die Qualität keine Sorgen machen. Geführt wird das Lokal nämlich von Anton Delen zusammen mit «Trice» Berva. Anton Delen ist bekanntlich Sänger der «Basement Saints» und verfügt über beste Kontakte im Musikbusiness. Die Band selber (Grenchner Nachwuchsförderungs-Preis 2016) ist weiter am «dürästartä». Soeben von einer Tour durch Deutschland und Österreich zurückgekehrt, geht es ab 10. Februar durch die Schweiz. Erster Halt: Die legendäre Mühle Hunziken.