Die Facebook-Gruppe «Du bisch vo Solothurn, wenn ...» erfreut sich immer grösserer Beliebtheit, so zählt sie schon über 5000 Mitglieder. In der Gruppe schreiben Solothurnerinnen und Solothurner, was jemanden ihrer Ansicht nach zu einem wahren Solothurner macht und schwelgen dabei in Erinnerungen an längst vergangene Zeiten.

Doch eine solche Facebook-Gruppe gibt es nicht nur für die Stadt Solothurn. Zahlreiche weitere Städte und Gemeinden aus der ganzen Schweiz haben eine Facebook-Gruppe welche nach dem gleichen Prinzip funktioniert, so auch die nächstgrösste Stadt des Kantons: Grenchen.

Die Grenchner Facebook-Gruppe mit dem Titel «Du bisch vo Gränche, wenn ...» ist mit ihren rund 300 Mitgliedern noch nicht ganz so gross wie die Solothurner Gruppe. Die Grenchner und Grenchnerinnen verfassen aber fleissig immer weitere Beiträge und so gibt es auch auf der Grenchner Seite immer genug Neues zu lesen.

Ein Sommer in der Badi

Ähnlich wie in den Solothurnern gibt es auch bei den Grenchnern zahlreiche Beiträge, welche auf das Grenchen vergangener Tage zurückblicken oder sich um Kindheits- und Jugenderinnerungen der Grenchner drehen.

Dabei scheint besonders die Grenchner Badi vielen bis heute in Erinnerung geblieben zu sein. «... wenn ir badi bisch fürne füfliber e portion pommes frites go hole und de sones chlises zetteli becho hesch», erinnert sich ein Grenchner an vergangene Zeiten zurück.

Doch auch an den schönsten Sommertagen schliesst die Badi irgendwann in den Abendstunden ihre Türen und das Baden muss bis zum nächsten Tag warten. Einige Grenchnerinnen und Grenchner konnten aber nicht immer so lange erwarten und fanden trotzdem einen Weg.

So auch der Grenchner, welcher sich im Beitrag «... wenn du im Sommer nachts heimlich ins Schwimmbad des Halden Schulhaus geschlichen bist» an eine Jugendzeiten erinnert.

Aber auch bei Tag benahmen sich nicht immer alle Badegäste so, wie es sich der strenge Bademeister von gewünscht hätte.

So meint einer der ehemaligen Badegäste «... wenn ir Badi hesch müesse go Fötzele (Papierle) ... Dä Badmeister isch streng gsi».

Heimweh zieht Grenchner zurück

Wenn mit der Fasnacht die fünfte Jahreszeit beginnt, verspüren einige ehemalige Grenchner ein Heimweh, welches sie wieder zurück in die Stadt zieht. So vervollständigt eine Fasnächtlerin den Satz mit «... wenn jedes Jahr äxtra usem Wallis ad Grenchner Fasnacht chunsch».

Aber auch den Grenchnern, die noch in der Stadt wohnen, scheint die Fasnacht wichtig zu sein. So ist man, laut Mitgliedern dieser Gruppe ein echter Grenchner, «... wenn au johr a d Grenchner Fasnacht geisch» oder «... wenn no die schöni grenchner Fasnacht kennsch».

Gute alte Zeiten

Bei vielen Grenchnern kommt auch beim Gedanken an das ehemalige Warenhaus EPA Wehmut auf. «... wenn au trurig bisch gsi wo d'EPA zuegange isch, dört inne het me aues gfunde, vorauem s'Beste Schminki».

Andere erinnern sich daran, wie sie früher nach der Schule noch im Warenhaus etwas trinken gehen konnten oder an «ds soft-ice und d poulet vor epa». Für manche ist jemand ein Grenchner, solange er sich in Grenchen zu Hause fühlt. So auch für diese Grenchnerin, welche schreibt «... wenn Gränchä eifach Dis Deheim isch, obwou jede Uswärtigä di nid cha verstoh».