Grenchen
Druckerhöhung im Wassernetz führt zu Leitungsbrüchen

Damit der Wasserdruck künftig bei allen Liegenschaften in Grenchen gross genug ist, erhöhte die SWG von Anfang November bis Anfang Dezember den Druck in den südlichen Quartieren. Das hat zu einigen Leitungsbrüchen geführt, die jetzt repariert werden.

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Bei einer Druckerhöhung seien Leitungsbrüche nichts Ungewöhnliches, weil die Leitungen stärker belastet würden, so die SWG. (Themenbild)

Bei einer Druckerhöhung seien Leitungsbrüche nichts Ungewöhnliches, weil die Leitungen stärker belastet würden, so die SWG. (Themenbild)

Die Grenchner Wasserversorgung wurde in den 1950er-Jahren geplant und gebaut. Weil Grenchen am Hang liegt, gibt es drei unterschiedliche Druckzonen: die Hoch-, die Mittel- und die Niederzone. Den Wasserdruck jeder Zone bestimmt die Höhenlage des jeweiligen Reservoirs.

In einigen Quartieren der Niederzone unterhalb der Solothurn- bzw. Bielstrasse war der Wasserdruck bisher ungenügend – insbesondere im Eichholzquartier. Folglich gingen in der Vergangenheit bei der SWG immer wieder Beschwerden von Kundinnen und Kunden aus der Niederzone ein. Zudem war im Eichholzquartier die Löschwasserversorgung nicht optimal.

Um diese Probleme zu beseitigen, erhöhte die SWG von Anfang November bis Anfang Dezember zusammen mit einer Spezialfirma den Wasserdruck in der Niederzone. «Durch die Erhöhung gewährleistet die SWG allen Kunden einen normgerechten Wasserdruck und stellt auch im Eichholzquartier die erforderliche Löschwasserversorgung sicher», heisst es in einer Medienmitteilung.

Gussleitungen mit Rostschäden

Bei einer solchen Druckerhöhung seien Leitungsbrüche nichts Ungewöhnliches, weil die Leitungen stärker belastet würden, so die SWG. Es seien vor allem Gussleitungen aus den 1970er-Jahren gebrochen. «Diese Duktilgussleitungen der ersten Generation wurden damals nur mangelhaft gegen Korrosion geschützt.»

Das hat jetzt zu einer Häufung von Leitungsbrüchen aufgrund von Rostschäden geführt: Die Gussleitungen sind wegen der höheren Beanspruchung während der Druckerhöhung geborsten.

Fehlende Druckreduzierventile

In einigen Gebäuden hat die Druckerhöhung die Hausinstallation beschädigt. Grund dafür sind fehlende oder mangelhafte Druckreduzierventile. In der Regel verfügt jede Liegenschaft über ein solches Ventil, um die Hausinstallation vor Druckschwankungen und -schlägen zu schützen. Es ist hinter dem Wasserzähler montiert und begrenzt den Wasserdruck im Gebäude.

Die SWG informierte die betroffenen Hauseigentümerinnen und -eigentümer frühzeitig mit einem Brief über die geplante Druckerhöhung. Sie forderte die Eigentümer auf, von ihrem Sanitärinstallationsunternehmen ein Druckreduzierventil einbauen zu lassen, falls bisher noch keines montiert war. (mgt)